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	<title>IfAAM: Institut für Austrian Asset Management</title>
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		<title>&#8220;Rettungsschirme&#8221;: Inflation oder Steuerlast werden Deutschlands Bürger erdrücken</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 16:54:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[von Ralph Bärligea Schuld sind Politik und Zentralbank, nicht Chinas Rohstoffhunger oder Spekulanten Die durch den Verbraucherpreisindex gemessene amtliche Inflation liegt aktuell bei einem Drei-Jahres-Hoch von 2,6 Prozent. Dies liegt deutlich über der Zielinflationsrate von 2,0 Prozent. „Experten“, so heißt es vielfach in der Presse ohne konkret zu werden, führen diesen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-size: 18px;">von Ralph Bärligea</p>
<p style="font-size: 18px;">Schuld sind Politik und Zentralbank, nicht Chinas Rohstoffhunger oder Spekulanten</p>
<p>Die durch den Verbraucherpreisindex gemessene amtliche Inflation  liegt aktuell bei einem Drei-Jahres-Hoch von 2,6 Prozent. Dies liegt  deutlich über der Zielinflationsrate von 2,0 Prozent. „Experten“, so  heißt es vielfach in der Presse ohne konkret zu werden, führen diesen  Anstieg des allgemeinen Preisniveaus vor allem auf den Anstieg der  Energiepreise zurück. Zwar würde die Weltwirtschaft voraussichtlich  jetzt wieder etwas „abkühlen“, was die Inflation wohl wieder senken  würde, doch berge allgemein der „Rohstoffhunger“ der Schwellenländer, so  ist man sich unter „Fachleuten“ einig, Inflationsgefahren.</p>
<p>Tatsächlich ist es aber unmöglich, dass Wirtschaftswachstum oder eine  höhere Nachfrage nach Energie das Preisniveau nach oben treiben. Im  Gegenteil werden die Preise gerade dann steigen, wenn das  Wirtschaftswachstum abnimmt oder die Wirtschaft schrumpft, und umgekehrt  senkt Wirtschaftswachstum das Preisniveau, wie wir noch sehen werden.  Der wahre Grund für Inflation, also die Entwertung des Geldes, ist  natürlich, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Geldmenge und  somit das Geldangebot durch Drucken von Geld ständig erhöht. Allein in  den vergangenen vier Krisenjahren seit Ende 2007 hat die EZB ihre Bilanz  und damit die Basisgeldmenge fast verdoppelt. Das gedruckte Geld wurde  gebraucht, um die Insolvenz von Banken und bei Banken verschuldeten  Staaten zu verschleppen, um einen vermeintlichen „Systemkollaps“ zu  verhindern und so die Milliardengewinne und Millionengehälter von  auserlesenen Banken und ihren Managern auf Kosten des Prekariats, dem  „Wahlvolk“ ohne Wahl, zu finanzieren.</p>
<p>Dieser Beitrag soll helfen, den Zorn der Wutbürger auf die Personen  zu lenken, die gleichzeitig Krisenverursacher und Krisenprofiteure sind.  Das sind die Zentralbanker und ihre Agenten in den „privaten“ wie  „staatlichen“ Geschäftsbanken, die uns im Auftrag der Zentralbank als  Prinzipal unser Geld erst durch Entwertung gewaltsam wegnehmen, um es  dann für sich selbst zu verjubeln. Kein Wunder, dass diese Fürsten des  Geldes und ihre „Volkswirte“ dem primitiven Volk einen anderen  Schuldigen für die Geldentwertung präsentieren: Den energiehungrigen  Chinesen!</p>
<p><strong>Chinas „Rohstoffhunger“ senkt die Preise und erhöht sie nicht</strong></p>
<p>Der „Energiehunger“ der Chinesen und das damit einhergehende globale  Wirtschaftswachstum, das wir unter anderem der Liberalisierung des  chinesischen Marktes verdanken, werden für die Inflation verantwortlich  gemacht. Dies, obwohl die Energienachfrage der Chinesen und das  Wirtschaftswachstum den Geldwert erhöhen und so der allgemeinen durch  die Erhöhung der Geldmenge verursachten Geldentwertung entgegenwirken.  Der Wohltäter wird zum Übeltäter gemacht. Wenn China beispielsweise  Erdöl zur Energieerzeugung auf dem Weltmarkt kauft, muss es das Geld  dazu zwangsläufig vorher durch Exporte verdienen. Dazu muss es dem  Ausland Güter anbieten, die ihm mehr wert sind als das Erdöl. Denn nur  dann entscheiden sich beispielsweise Käufer aus Deutschland dafür,  chinesische Waren zu kaufen anstelle von Erdöl. Und nur dann kann China  Geld aus dem Ausland erhalten, welches es dann dafür einsetzen kann,  Erdöl auf dem Weltmarkt zu kaufen.</p>
<p>Wenn sich wie im dargestellten Fall deutsche oder andere Käufer dafür  entscheiden, chinesische Waren anstatt von Erdöl aufzukaufen, dann  geschieht dies nur, weil sie die Waren dem Erdöl vorziehen.  Dementsprechend stellt das chinesische Warenangebot für sie eine  Verbesserung gegenüber dem bloßen Kauf von Erdöl dar. Die deutschen  Käufer erhalten folglich mehr Gegenwert für ihr Geld. Dadurch fällt das  Preisniveau. Dass Preise durch die chinesische Energienachfrage steigen  würden, ist eine reine propagandistisch europasozialistische Behauptung,  die auch noch fremdenfeindliche Ressentiments gegen China bedient. Das  Gegenteil ist wahr. Chinesische Energienachfrage ist nur durch  internationalen Handel möglich, und genau dieser durch China  umfangreicher gewordene Handel und größere Weltmarkt senkt durch die  Realisierung komparativer Kostenvorteile die Preise. Dies erkannte David  Ricardo, einer der größten Ökonomen der Weltgeschichte, bereits vor  zweihundert Jahren. Seine mathematisch darstellbare Theorie der  komparativen Kostenvorteile ist bis heute unbestritten.</p>
<p><strong>Wirtschaftswachstum senkt die Preise und erhöht sie nicht</strong></p>
<p>Noch dümmer ist die Behauptung, dass Wirtschaftswachstum die Preise  nach oben treibe und dass eine „Abkühlung“ der Wirtschaft das  Preisniveau senke. Wieder ist das Gegenteil der Fall.  Wirtschaftswachstum heißt, dass mehr Güter angeboten werden, mehr  produziert wird. Das ist bei immer gleich bleibender Menge an realen  Ressourcen (den Planeten Erde mit allem, was dazu gehört gibt es nur  einmal) nur möglich, indem die Produktivität steigt, das heißt, dass bei  gleichem oder gar geringerem Mitteleinsatz durch Innovation,  Arbeitsteilung, Handel und Investition mehr nachgefragte Ware produziert  werden kann als vorher. Wenn auf diese Weise das Güterangebot steigt,  müssen logischer Weise die Preise fallen. „Kühlt“ sich die Wirtschaft  ab, weil etwa zu hohe Steuern, zu viel Bürokratie oder ein  Papiergeldsystem perverse Anreize setzen oder reales Wirtschaften  schlicht blockieren, wie derzeit der Fall, dann nimmt auch die  Produktivität und damit die Produktion nachgefragter Güter ab. Die  „Abkühlung“ treibt auf diese Weise die Preise nach oben, das sinkende  Güterangebot verteuert und erschwert die Versorgung der Bevölkerung mit  Gütern. Dennoch wird die politische Klasse aus Berufspolitikern,  Zentralbankern, staatlich finanzierten „Volkswirten“ und Bankmanagern  nicht müde, uns das Geld aus den Taschen zu lügen, um knallhart ihre  Interessen durchzusetzen: Macht und Reichtum auf Kosten anderer!</p>
<p><strong>Erdölpreis sinkt ständig und ist kein Inflationstreiber</strong></p>
<p>Gemessen in wertstabilem Geld, wie etwa Gold, dessen verfügbare Menge  sogar leicht zunimmt, sind die Erdölpreise ständig gefallen und haben  sich in der letzten Zeit geradezu halbiert. Wenn sich aber die Geldmenge  in Euro verdoppelt hat, so ist doch ganz klar, dass auch der  Benzinpreis steigt. Es grenzt an Wahnsinn, fertig verarbeitetes und  logistisch bereitgestelltes Erdöl, das an der Tankstelle derzeit für  etwa 1,50 EUR pro Liter Super billiger als Mineralwasser angeboten wird,  als besonders „knappe Ressource“ zu propagieren. Das volle Maß der  Tollheit dieser Behauptung wird aber erst dann klar, wenn man bedenkt,  dass 60 Prozent des Benzinpreises Steuern beim Umsatz von Benzin  darstellen, während der Umsatz von Mineralwasser „nur“ mit 19 Prozent  besteuert wird.</p>
<p>Bei einer Nettobetrachtung ist dann der der Liter Super mit 60 Cent  billiger als ein Kilo tiefgefrorener Rahmspinat, den man unter der  Handelsmarke „ja!“ abzüglich der Umsatzsteuer für 80 Cent bekommt. Ein  Liter Super ist sogar 40 Prozent billiger als Orangendirektsaft bei zum  Beispiel Aldi, der ohne Umsatzsteuer etwa einen Euro kostet. Und das  obwohl der jährliche Erdölverbrauch in Deutschland mit knapp 12 Barrel  pro Kopf 51-mal höher ist als der gesamte Fruchtsaftverbrauch in der  Bundesrepublik. Ein Liter Rohöl kostet mit etwa 37 Cent weniger als eine  Packung Kaugummi oder eine Büchse Mais. Erdöl kann, betrachtet man  diese Preissignale, kein wirklich knappes Gut, kein Engpass in der  Produktion sein. Dass Erdöl knapp sei oder die Erdölindustrie besonders  gierig nach hohen Preisen sei, ist reine Propaganda, die verschleiern  soll, dass der Staat die Erdölpreise durch Steuern und Inflation nach  oben treibt, um von dem Geld die Millionengehälter seiner Bankmanager zu  bezahlen, Kontrolle durch Energiepreisterror zu gewinnen oder  anderweitige Misswirtschaft zu betreiben. Das neue Argument, der Chinese  sei am steigenden Erdölpreis Schuld, bringt das Lügenfass zum  überlaufen.</p>
<p><strong>Inflationslügen der Politiker und Zentralbanker</strong></p>
<p>Fallen Sie nicht auf die Trugschlüsse und den vulgärökonomischen  Blödsinn der Politiker und Zentralbanker herein, wenn jetzt die Preise  weiter rasant steigen. Weder die sich im Wettbewerb befindliche  Industrie, noch das Wirtschaftswachstum, noch der Chinese sind schuld  daran. Sie alle senken die Preise und mehren den Wohlstand. Die  aufblühende Wirtschaftsmacht China stellt keinerlei Bedrohung für den  europäischen Markt dar, sondern ist ein Segen. Auch Spekulanten senken  die Preise und stabilisieren diese sogar. Das habe ich ausführlich in  meinem Artikel vom 27.01.2011 zum Thema „Handel mit Agrarrohstoffen“ für  das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung gezeigt. Die  Spekulanten für die Krise verantwortlich zu machen, geht von der  „inneren Logik“ argumentativ strukturell noch mehr in die Sowjet-, DDR-  oder NS-Zeit hinein, als die Schelte braver Chinesen in Fernost, und  auch das ist ein Skandal.</p>
<p>Wer uns schröpft und ausbeutet, das sind in Wirklichkeit unsere  eigenen Politiker, die wir noch immer dulden, wählen und deren Lügen wir  glauben. Sie versenken Billionen von Euro im Milliardengrab  staatseigener und staatsabhängiger Banken, die auf direkte Weisung und  gesetzliche Anreize hin etwa unseriöse amerikanische Hypothekenanleihen  oder Schrottanleihen fremder Staaten kaufen. Die Politiker zahlen ihren  Bankmanagern Millionengehälter und verdienen selbst in den  Aufsichtsräten dieser Banken. Sie verdoppeln die Geldmenge mit ihrer  eigenen Bank, der Europäischen Zentralbank und hebeln ihren Schrott  durch noch mehr Kredite. Sie bereichern sich schamlos an der Inflation,  die zugleich das Leid der breiten Bevölkerung ist, Hunger und Elend in  der Welt verbreitet. Der Europäische „Rettungsschirm“ soll so nicht  Hunderte Milliarden, sondern Billionen schwer werden, gibt Guy  Verhofstadt, Chef der „liberalen Fraktion“ im Europaparlament, noch am  selben Tag der Bundestagsabstimmung über den EFSF-„Rettungsschirm“ zu.  Wenn dann zwangsläufig bei Ihnen die Rechnung in Form von Geldentwertung  und höheren Steuern ankommt, die Steuerlast steigt und die Leistungen  des Staates sinken, dann deuten die herrschenden Feudalherren auf  andere. Sie deuten auf „den Chinesen“, oder „den Spekulanten“ und die  meisten glauben es. Sie lügen um die Wette, um sich ihre Privilegien zu  erhalten und den Zorn der Bevölkerung auf unschuldige Opfer zu lenken.  Ein schandvolleres Verhalten ist kaum denkbar.</p>
<p><strong>Quellen</strong></p>
<p>„FAZ“: <a href="http://www.faz.net/artikel/C30641/verbraucherpreise-deutsche-inflationsrate-steigt-auf-drei-jahres-hoch-30725281.html">Weniger Wirtschaftswachstum wird Preisanstieg stoppen</a></p>
<p>„WELT“: <a href="http://www.welt.de/finanzen/article12541863/Kehrt-das-Gespenst-der-Inflation-wieder-zurueck.html">Chinas Rohstoffhunger treibt Preise nach oben</a></p>
<p>Definition: <a href="http://books.google.de/books?id=09kvzMQnFIwC&amp;pg=PA456&amp;lpg=PA456&amp;dq=Basisgeldmenge&amp;source=bl&amp;ots=rCDpzdRnZS&amp;sig=NKrRNGdNUbgDYCPk5jFGSqTouCc&amp;hl=de&amp;ei=WIGHTpDhBYO1hAeXgpHXDA&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=6&amp;ved=0CD0Q6AEwBQ#v=onepage&amp;q=Basisgeldmenge&amp;f=false">Basisgeldmenge = Zentralbankbilanzsumme</a></p>
<p>Gabler Wirtschaftslexikon: <a href="http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/ricardianisches-modell.html">Ricardianisches Modell komperativer Vorteile</a></p>
<p>Liberales Institut: <a href="http://liberalesinstitut.wordpress.com/2011/01/27/aigner-will-handel-mit-agrarrohstoffen-einschranken-und-provoziert-so-hungertote/">Spekulanten senken und stabilisieren Preise</a></p>
<p>„WELT“: <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article13628973/Hebel-Trick-soll-den-Euro-aus-der-Krise-hieven.html">Hebeltrick soll Bürger über „Rettungsschirm“ weiter schröpfen</a></p>
<p>„WELT“: <a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article13633628/Fuer-die-Euro-Rettung-reden-wir-ueber-Billionen.html">Euro-„Rettungsschirm“ wird Billionen schwer</a></p>
<p><strong>Quellen zu den verwendeten Preisdaten:</strong></p>
<p>Bundesfinanzministerium: <a href="http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_54020/DE/Buergerinnen__und__Buerger/Mobilitaet__und__Reisen/Rund__ums__Auto/Erklaerstueck/benzinpreisrechner.html">Steueranteil am Benzinpreis</a></p>
<p>„Rewe“: <a href="http://www.rewe.de/image/aktionen/ja/cleversparen/rewe_ja_clever_sparen.pdf">Preis für ein Kilo tiefgefrorenen Rahmspinat</a></p>
<p>„ALDI“: <a href="http://www.aldi-sued.de/de/html/product_range/2744_18215.htm">Preis für ein Liter Orangendirektsaft</a></p>
<p>&#8220;Welt-in-Zahlen“: <a href="http://www.welt-in-zahlen.de/laendervergleich.phtml?indicator=94">Erdölverbrauch pro Kopf in Deutschland</a></p>
<p>Verband der dt. Fruchtsaftindustrie: <a href="http://www.fruchtsaft.net/index.php?menu_sel=17&amp;menu_sel2=22&amp;menu_sel3=&amp;menu_sel4=&amp;msg=463">Fruchtsaftverbrauch pro Kopf</a></p>
<p>„finanzen.net“: <a href="http://www.finanzen.net/rohstoffe/oelpreis/euro">Ölpreis in Euro</a></p>
<p>10. Oktober 2011</p>
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		<title>EU erpresst Superstaat mit Angst vor Systemkollaps</title>
		<link>http://www.ifaam-institut.de/2011/09/899</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 16:10:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das heutige Europa ist auf dem Weg in die monetäre Planwirtschaft und den politischen Zentralismus, weil wir uns durch die Angst vor einen Zusammenbruch unseres Finanzsystems erpressen lassen. &#8211; Der derzeitige Versuch, einen europäischen Superstaat  zu gründen, wird genauso katastrophale Folgen zeitigen wie die Gründung des Deutschen Reiches durch Bismarcks Blut- und Eisen-Politik. von Frank [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-top: 0px; text-align: justify;"><strong><span style="font-size: 14px;">Das heutige Europa ist auf dem Weg in die monetäre Planwirtschaft und den politischen Zentralismus, weil wir uns durch die Angst vor einen Zusammenbruch unseres Finanzsystems erpressen lassen. &#8211; </span><span style="font-size: 14px;">Der derzeitige Versuch, einen europäischen Superstaat  zu gründen, wird genauso katastrophale Folgen zeitigen wie die Gründung des Deutschen Reiches durch Bismarcks Blut- und Eisen-Politik. </span></strong></p>
<p style="margin-top: 0px; text-align: justify;">
<p style="margin-top: 0px;">von Frank Schäffler und Norbert Tofall</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;">Der derzeitige Versuch, einen europäischen Superstaat durch das Schüren der Angst vor einem Zusammenbruch des Finanzsystems und durch kollektiven Rechtsbruch der Europäischen Verträge zu gründen, wird genauso katastrophale Folgen zeitigen wie die Gründung des Deutschen Reiches durch Bismarcks Blut- und Eisen-Politik. Bismarcks vormoderne Politikmethoden waren zwar kurzfristig in gewisser Hinsicht erfolgreich, widersprachen jedoch den Erfordernissen und Ansprüchen einer modernen Gesellschaft und bürgerlichen Kultur, welche die „Freiheit, Gleichheit und Selbständigkeit“ (Immanuel Kant) der Bürger sichern sollte.</span></p>
<p style="margin-top: 0px; text-align: justify;">
<p style="margin-top: 0px; text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;">Leider können wir heute wieder den gleichen Formatfehler der Politikmethoden beobachten. Aufgrund ihrer „Überforderung auf offener Bühne“ (Peter Sloterdijk) fallen unsere europäischen Regierungen bei der Bekämpfung der Überschuldungskrise von Staaten und Banken in diese vormodernen Politikmethoden zurück, die wir durch liberale Außenpolitik längst überwunden zu haben glaubten. Wir haben in Deutschland zwar einen liberalen Außenminister, aber eine liberale Europapolitik, die den heutigen Erfordernissen und Ansprüchen der modernen Gesellschaft und bürgerlichen Kultur gerecht wird, ist nirgends zu erkennen. Es geht uns im folgenden allerdings nicht um Angel Merkels Angst vor der Freiheit, die seit dem Frühjahr 2010 eine Recht und Freiheit schleifende Europapolitik betreibt. Es geht uns im folgenden vielmehr um die Angst, mit der zur Zeit überall in Europa im Zuge der Bekämpfung der Überschuldungskrise von Staaten und Banken freiheitsfeindliche Politik betrieben wird.</span></p>
<p style="margin-top: 0px; text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;">Angst war zwar schon immer ein schlechter Ratgeber, aber mit Angst ist auch schon immer Politik gemacht worden. Wer skrupellos genug ist, die Ängste seiner Mitmenschen auszunutzen, und es außerdem auch noch schafft, die Massenmedien auf seine Seite zu bekommen, der kann gerade in Situationen, in denen den Menschen die Angst in die Glieder fährt, seine Sonderinteressen auf Kosten der Allgemeinheit durchsetzen. Und aus diesem Grund besteht das größte Hindernis bei der Bekämpfung der Überschuldungskrise von Staaten und Banken und bei der politischen Durchsetzung einer marktwirtschaftlichen Geldordnung in der Angst vor einem Zusammenbruch unseres gesamten Finanzsystems.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;">Diese Angst ist den Menschen in Europa im Herbst 2008 in die Glieder gefahren und hat seitdem bei sämtlichen Entscheidungen zur Bekämpfung der Finanzkrise die Feder geführt. Und deshalb ist es auch diese Angst, die die Marktwirtschaft und die Rechtsstaatlichkeit in Europa um ein Vielfaches mehr gefährdet, als es ein realer Zusammenbruch unseres Finanzsystems je könnte; denn wer ängstlich ist, lässt sich leichter erpressen. Angst und Erpressung gehören seit jeher zusammen.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;">Durch den Beschluss der G20 vom November 2008, keine systemrelevante Bank insolvent gehen zu lassen, und das falsche Handeln unserer Zentralbanken und Regierungen haben unsere überschuldeten Großbanken ein Erpressungspotential in die Hand gelegt bekommen, das zu einen Haftungsausschluss für Banken geführt hat, der sämtlichen marktwirtschaftlichen und rechtsstaatlichen Prinzipien widerspricht. Unsere überschuldeten Banken nutzten im Frühjahr 2010 dieses Erpressungspotential im Fall Griechenland und auch anschließend, um im Schulterschluss mit der EU-Kommission und der EZB und jenen europäischen Regierungen, die schon immer ein zentralistisches und planwirtschaftliches Europa wollten, die anderen europäischen Regierungen und Parlamente zum kollektiven Rechtsbruch des europäischen Primärrechts, zum Bruch der No-Bailout-Klausel, zu bewegen. Für Banken ein lukratives Geschäft: Kaufe für 7, 12 oder 20 Prozent Staatsanleihen eines überschuldeten EU-Staates und refinanziere Dich bei der EZB für 1, für 1 ¼ oder 1 ½ Prozent. Sollten die anderen EU-Staaten die Zahlungsfähigkeit des überschuldeten und zahlungsunfähigen Staates nicht gewährleisten, werden wir vernehmbar auf die Folgen aufmerksam machen und unser Erpressungspotential ausspielen.</span></p>
<div style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;"><br />
</span></div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;">Dieses Erpressungspotential besteht in der Drohung, dass der gesamte Banken- und Finanzsektor und der gesamte Zahlungsverkehr zusammenbrechen würden, falls eine systemisch relevante Bank Insolvenz anmelden muss und durch diese Insolvenz ein Dominoeffekt ausgelöst wird. Dieses Erpressungspotential ist derart groß, dass Irland durch die Rettung der irischen Banken seinerseits in die Überschuldungsfalle geraten ist.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;">Auf den Kurzschluss einer Gleichsetzung von Zusammenbruch unseres überschuldeten Bankensystems und Zusammenbruch des gesamten Zahlungsverkehrs fällt man in unseren westlichen Gesellschaften deshalb angsterfüllt herein, weil wir uns das Denken in Ordnungen abgewöhnt haben. Folgen wir indes der Forderung von Walter Eucken, die Vermittlung von Einzelinteresse und Gesamtinteresse als ordnungspolitische Aufgabe zu betrachten, dann führt uns diese ordo-liberale Sichtweise dahin, das Einzelinteresse der Banken, das darin besteht, vor Insolvenz bewahrt zu werden und damit privilegiert zu sein, vom Gesamtinteresse der Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs zu trennen. Die analytische Unterscheidung von Bankeninsolvenzen und der Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs und die konsequente Orientierung am Gesamtinteresse der Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs ermöglicht uns dann zu erkennen, wie das Erpressungspotential der Banken durch ein einfaches Szenario entkräftet werden kann:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;"><strong>Erstens:</strong> Der Beschluss der G20, keine systemrelevante Bank insolvent gehen zu lassen, muss revidiert werden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;"><strong>Zweitens:</strong> Die Regierungen antworten auf die Erpressung der Banken, einen Insolvenzantrag bei Gericht einzureichen: Ja bitte! Eine Marktwirtschaft ohne Insolvenzrichter ist keine Marktwirtschaft. Für Banken gilt das gleiche Recht wie für alle anderen Unternehmen auch.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;"><strong>Drittens:</strong> Der Staat übernimmt eine Garantie für die privaten Spareinlagen bei der insolventen Bank und für die Kredite an Unternehmen, die diese insolvente Bank vergeben hat. Insbesondere Zahlungsverpflichtungen der insolventen Bank an andere Banken, die nicht die Konten der Kunden der anderen Bank betreffen, sondern direkt an die andere Bank gehen, werden nicht vom Staat abgedeckt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;"><strong>Viertens:</strong> Ein Insolvenzverwalter übernimmt die Führung der insolventen Geschäftsbank und sorgt dafür, dass alle Zahlungen, für die eine staatliche Garantie vorliegt, ordnungsgemäß durchgeführt werden. Die Refinanzierung dieser Zahlungen erfolgt wie zur Zeit auch über die Zentralbank.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;">Der Zahlungsverkehr wird bei Beachtung dieser vier Grundelemente eines Szenarios zur Bankenabwicklung aufrechterhalten, denn: Durch einen Insolvenzantrag einer Bank werden nicht gleichzeitig die Computer in dieser Bank abgestellt und die Leute entlassen. Durch einen Insolvenzantrag einer Bank wird die rechtliche Abwicklung dieser Bank eingeleitet. Der Zahlungsverkehr bricht durch einen Insolvenzantrag einer Bank nicht sofort zusammen und zwar selbst dann nicht, wenn der viel beschworene und Angst erzeugende Dominoeffekt des Falls von weiteren Banken eintreten sollte. Zu einem Banken-Run wird es dann nicht kommen, wenn der Staat die genannte Garantie für bestimmte Zahlungen übernimmt und wenn das beschriebene Szenario in der Öffentlichkeit durch die Massenmedien soweit verständlich verbreitet wird, dass die Menschen vor einem Insolvenzantrag der Deutschen Bank oder der Hypo-Real-Estate keine Angst mehr haben.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;">In diesem Szenario ist ausgeschlossen, dass der Staat alle Zahlungsverpflichtungen der insolventen Bank deckt. Insbesondere werden keine Zahlungsverpflichtungen, die direkt gegenüber anderen Banken bestehen, garantiert, womit natürlich nicht die Konten von Kunden dieser anderen Banken gemeint sind.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;">Natürlich kann diese bewusste Beschränkung der Übernahme von Zahlungsverpflichtungen einer insolventen Bank A dazu führen, dass eine andere Bank B ebenfalls Insolvenz anmelden muss. Auch bezüglich der Bank B kommen die vier genannten Grundelemente zur Anwendung, so dass die Zahlungen von Konten der Kunden der Bank B zu anderen Banken ausgeführt werden können und Kredite, die die Bank B an die Realwirtschaft vergeben hat, weiterhin gedeckt sind und nicht aufgekündigt werden. Der Zahlungsverkehr wird auch durch die Insolvenz der Bank B nicht zusammenbrechen, sondern durch den Insolvenzverwalter kontrolliert aufrechterhalten. Da natürlich auch eine Bank C und weitere Banken durch die Insolvenzen der Banken A und B Insolvenz anmelden müssen könnten, kann das skizzierte Szenario dazu führen, dass das gesamte überschuldete Teilreservebanksystem abgewickelt werden könnte, ohne dass der Zahlungsverkehr zusammenbrechen muss. Es könnte sogar ein positiv zu bewertender Dominoeffekt entstehen, der andere Staaten aufgrund der internationalen Verflechtung der Finanzwirtschaft dazu zwingt, dieses Szenario zur kontrollierten Abwicklung von überschuldeten Banken bei Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs zu übernehmen. Zudem würden die ungedeckten Zahlungsverpflichtungen zwischen den Banken und große Teile der aus dem Nichts geschöpften Geld- und Kreditmenge aus früheren Interbankengeschäften zurück ins Nichts befördert.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;">Die rechtlich abgewickelten, ehemals überschuldeten Banken könnten anschließend an Private verkauft werden. Wir könnten das uns beherrschende Schneeballsystem des überschuldeten Teilreservebankwesens abwickeln und eine neue Geldordnung, die marktwirtschaftlichen und rechtsstaatlichen Prinzipien entspricht gestalten, ohne dass es zu einem Zusammenbruch des gesamten Zahlungsverkehrs kommen muss. Da so das Erpressungspotential der Banken entkräftet werden könnte, wäre Ordnungspolitik in Europa wieder möglich.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<h3 style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;">Europa ist auf dem Weg in den politischen Zentralismus</span></h3>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;">Das vereinte Europa ist von seinen Gründungsvätern als ein Hort der Freiheit gegen alle Formen von Diktatur, Unfreiheit und Planwirtschaft erträumt worden. Das heutige Europa ist auf dem Weg in die monetäre Planwirtschaft und den politischen Zentralismus, weil wir uns durch die Angst vor einen Zusammenbruch unseres Finanzsystems erpressen lassen.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;">Die Gründungsväter Europas wollten ein Europa des Rechts und der Rechtsstaatlichkeit. Die heutigen Regierungen des Euroraums, die EU-Kommission und die EZB verabreden sich hingegen wiederholt zum kollektiven Rechtsbruch, obwohl die EU-Kommission als Hüterin der Verträge und die nationalen Regierungen zum Schutz des Rechts verpflichtet sind. Sie nutzen die Angst vor einem Zusammenbruch des Finanzsystems, um mit Hilfe des kollektiven Rechtsbruchs der No-Bail-out-Klausel in den Europäischen Verträgen einen europäischen Superstaat zu gründen und bemänteln diese Usurpation verbal als europäische Solidarität.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 14px;">Es gibt Alternativen zum derzeitigen planwirtschaftlichen und rechtswidrigen Handeln der europäischen Regierungen und der EU-Kommission. Planwirtschaft und Rechtsbruch sind nicht alternativlos. Wir müssen uns jedoch trauen, die Alternativen zu bedenken, zu wählen und anschließend mutig umzusetzen. Vor allem müssen wir anfangen, die heute vielfach geschürte Angst vor der Freiheit zu bekämpfen.</span></p>
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		<title>Generation Blase &#8211; Gedanken zum 40. Jahrestag des Endes von Bretton Woods</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 16:54:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Steffen Krug reporting from Lake Alster, Hamburg Ich bin Jahrgang 1972 und wie ich mittlerweile zu meiner eigenen Scham eingestehen muss, gehöre ich der „Generation Blase“ an. Ich habe selber niemals eine Welt erleben dürfen, in dem ein indirekter  Tauschhandel mit Geld wirklich beide Parteien besser stellt. Mein ganzes Leben hat man mir eingeredet, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Steffen Krug reporting from Lake Alster, Hamburg</p>
<p>Ich bin Jahrgang 1972 und wie ich mittlerweile zu meiner eigenen Scham eingestehen muss, gehöre ich der „Generation Blase“ an. Ich habe selber niemals eine Welt erleben dürfen, in dem ein indirekter  Tauschhandel mit Geld wirklich beide Parteien besser stellt. Mein ganzes Leben hat man mir eingeredet, dass buntbedrucktes Papier (und später digitale Zahlen) einen Wert an sich darstellen. Ich bin vom Kindergarten über die Schule bis zum Berufsleben darauf konditioniert wurden, Geld in Form von billigem Metall und buntbedruckten Papierschnipseln in mein Sparschwein zu werfen. Politiker und Banker gaben mir ihr Ehrenwort, dass ich mir später einmal (im Alter) etwas davon kaufen könnte.</p>
<p>Heute weiß ich, dass dies alles eine große Lüge war! Das seit dem Ende von Bretton Woods herrschende Scheingeldsystem verkörpert vielmehr den größten Betrug in der gesamten Menschheitsgeschichte überhaupt. Wie aber konnte nur eine kleine Gruppe bestehend aus wenigen Politikern und Bankern es schaffen, mich und die überwältigende Mehrheit der Erdenbürger über so lange Zeit für dumm zu verkaufen?</p>
<p>Der Schlüssel für den erfolgreichen erdumspannenden Betrug dieses gemeingefährlichen Kartells besteht in der Tatsache, dass diese Gruppe bestehend aus nüchtern kalkulierenden Psychopathen neben dem staatlichen Bildungs- und Gewaltmonopol im Laufe der Geschichte auch das staatliche Geldmonopol an sich reißen konnten. Sowohl Politik als auch Hochfinanz profitieren von diesem globalen Zwangsgeldsystem, weil sie sich und ihre Freunde in gesellschaftlich relevanten Positionen auf Kosten des ehrlich arbeitenden Mittelstandes maßlos bereichern können. All diejenigen, die aus diesem kranken System auszubrechen versuchen, werden kalt gestellt, in dem man Ihnen einfach den Prolongationskredit verweigert oder die Kavallerie vorbeischickt. Glücklicherweise kommt diese perverse Maschinerie aufgrund der systemimmanenten Exponentialfunktion der Geldvermehrung aktuell an seinen historischen Endpunkt.</p>
<p>Jetzt liegt es an der „Generation Blase“ diesen unvorstellbaren Betrug und die Verantwortlichen zu benennen, um nach dem absehbaren globalen Finanzkollaps die richtigen Lehren zu ziehen. Wenn es für zukünftige Generationen wirtschaftlich aufwärts gehen soll, kommen wir nicht herum, die heiligen drei Kühe dieses Kartells (staatliches Gewalt, Bildungs- und Geldmonopol) zu schlachten. Wer sich mit den Hintergründen dieses historisch einmaligen Zwangsgeldkomplotts auseinandersetzen möchte, wird in der Rubrik Wissen fündig.</p>
<p><a href="../wissen">http://www.ifaam-institut.de/wissen</a></p>
<p>Der Rubikon ist überschritten. Packen wir es an!</p>
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		<title>Erklärung von Frank Schäffler am 10. Juni 2011</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 20:26:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erklärung nach § 31 GOBT zu TOP 28 Entschließungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und FDP zu der Abgabe einer Regierungserklärung durch den Bundesminister der Finanzen „Stabilität der Eurozone sichern – Reformkurs in Griechenland vorantreiben“ Drucksache 17/6163 10. Juni 2011 Am 11. Februar 2010 haben die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union gemeinsam geschaffenes und von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erklärung nach § 31 GOBT<br />
zu TOP 28<br />
Entschließungsantrag<br />
der Fraktionen der CDU/CSU und FDP<br />
zu der Abgabe einer Regierungserklärung durch den Bundesminister der Finanzen<br />
„Stabilität der Eurozone sichern – Reformkurs in Griechenland vorantreiben“<br />
Drucksache 17/6163<br />
10. Juni 2011<br />
Am 11. Februar 2010 haben die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union<br />
gemeinsam geschaffenes und von allen Staaten der EU ratifiziertes Recht und damit<br />
Europäisches Recht kollektiv gebrochen.<br />
Es wurde angekündigt, dass man Griechenland auf jeden Fall finanziell helfen werde, falls es<br />
Griechenland im April und Mai 2010 nicht gelingen sollte, sich zu ausreichend niedrigen<br />
Kosten am Kapitalmarkt zu refinanzieren. Damit haben die Staats- und Regierungschefs am<br />
11. Februar 2010 den Bruch der No-Bail-out-Klausel im Vertrag über die Arbeitsweise der<br />
Europäischen Union (AEUV) verkündet. Am 7. Mai 2010 erklärte die Bundeskanzlerin, hier<br />
im Deutschen Bundestag, dass die Griechenland-Hilfe eine einmalige Hilfe sei, die absolute<br />
Ausnahme und sonst nichts.<br />
Als der Deutsche Bundestag am 21. Mai 2010 das sogenannte Euro-Rettungspaket, den<br />
vielzitierten Rettungsschirm, verabschiedete, wurde hier im Deutschen Bundestag erklärt,<br />
dass ohnehin niemand unter diesen Schirm flüchten werde. Lediglich die Finanzmärkte<br />
müssten durch ein starkes Zeichen beruhigt werden. Heute drängeln sich bereits Irland und<br />
Portugal unter diesem Schirm, Griechenland soll folgen. Im Herbst diesen Jahres soll er<br />
mangels Kapazität in seinem Ausleihvolumen weiter erhöht werden. Noch am 27. Oktober<br />
2010 erklärte die Bundeskanzlerin zur Dauer des Rettungsschirms:<br />
„Er läuft 2013 aus. Das haben wir auch genau so gewollt und beschlossen. Eine<br />
einfache Verlängerung kann und wird es mit Deutschland nicht geben, weil der<br />
Rettungsschirm nicht als langfristiges Instrument taugt, weil er Märkten und<br />
Mitgliedstaaten falsche Signale sendet und weil er eine gefährliche<br />
Erwartungshaltung fördert. Er fördert die Erwartungshaltung, dass Deutschland und<br />
andere Mitgliedstaaten und damit auch die Steuerzahler dieser Länder im Krisenfall<br />
schon irgendwie einspringen und das Risiko der Anleger übernehmen können.“<br />
Vier Wochen später galt dieses alles nicht mehr. Und es wurde dann sogar am 11. März<br />
2011 ein Weg zur „Änderung des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union<br />
hinsichtlich eines Stabilitätsmechanismus für die Mitgliedstaaten, deren Währung der Euro ist &#8211; Ratsdok. 17620/10 (EUCO 30/10, Anlage I)“ eingeschlagen. Dieser Weg ist erstens ein<br />
Weg zur Ausweitung des bestehenden Euro-Rettungsschirms, die der Deutsche Bundestag<br />
nie wollte. Dieser Weg ist zweitens ein Weg zur unbefristeten Verlängerung des EuroRettungsschirms, die der Deutsche Bundestag nie wollte. Schließlich ist dieser Weg drittens<br />
ein Weg zur qualitativen Veränderung der Europäischen Wirtschaftsverfassung, die der<br />
Deutsche Bundestag nie wollte.<br />
Heute befassen wir uns mit einer zweiten Griechenland-Hilfe. Aller Bekundungen zum Trotz<br />
hat bereits die erste Griechenland-Hilfe vor einem Jahr die Situation für Griechenland nicht<br />
entschärft, sondern verschärft. Es ist eingetreten, was die Bundeskanzlerin angekündigt hat.<br />
Durch die Griechenland-Hilfe haben wir den Märkten falsche Signale gesendet. Wir haben<br />
die Erwartungshaltung gefördert, dass Deutschland und damit auch seine Steuerzahler im<br />
Krisenfall schon irgendwie einspringen. Wir haben die berechtigte Hoffnung geweckt, dass<br />
der Staat das Risiko der Anleger übernehmen wird.<br />
Der Erwerb griechischer Anleihen ist dadurch zum Geschäftsmodell geworden. Wir ändern<br />
daran nichts, sondern verstetigen im Gegenteil mit der weiteren Subventionierung der<br />
Anleihegläubiger das Geschäftsmodell. Wir perpetuieren die Erwartungshaltung. Wir erhalten<br />
die berechtigte Hoffnung, dass der Staat das Risiko der Anleiheinhaber übernimmt. Nichts<br />
von dem wird dadurch geändert, dass wir die Gläubiger über die versprochene Prolongation<br />
beteiligen. Die Anleiherenditen werden immer noch überdurchschnittlich sein. Mit dem Kauf<br />
von Anleihen erwirbt man die hohe Rendite entsprechend dem griechischen Insolvenzrisiko,<br />
ohne dass dieses Risiko zu tragen ist.<br />
Bedrohlicher noch ist der Blick über die griechische Situation hinaus. Was wir anhand des<br />
griechischen Beispiels vorexerzieren, werden die Marktteilnehmer zu deuten wissen. Wir<br />
werden die Nutzung des gleichen Geschäftsmodells demnächst bei Schuldtiteln aus Zypern<br />
erleben. Zypern ist klein. Wir werden die Nutzung des gleichen Geschäftsmodells<br />
anschließend bei Anleihen aus Italien und Spanien erleben. In allen drei Ländern sinkt die<br />
Sparquote. In Zypern und Italien ist sie bereits negativ. In allen drei Ländern existieren hohe<br />
Leistungsbilanzdefizite. Fallende und schließlich negative Sparquoten bei hohen<br />
Leistungsbilanzdefiziten gingen jeweils dem Bankrott in Griechenland und Portugal voraus.<br />
Wenn wir die Subventionierung der Anleihegläubiger Griechenlands nicht beenden, werden<br />
wir in kurzer Zeit im Bundestag zusammenkommen, weil wir erneut vor der gleichen<br />
Situation stehen. Dann aber werden es Spanien und Italien sein, die Hilfe suchend den Blick<br />
nach Norden richten. Angesichts der wirtschaftlichen Größe beider Länder kann sich jeder<br />
ausmalen, was das für den Euro bedeuten wird. Der Preis, den wir für den im Februar des<br />
Jahres 2010 eingeschlagenen und heute weiter beschrittenen falschen Weg zu bezahlen haben werden, ist hoch. Viel zu hoch. Er kostet den Euro und dadurch vielleicht die<br />
europäische Einigung.<br />
Es ist höchste Zeit und vielleicht schon zu spät, um umzukehren und endgültige Lösungen<br />
zu diskutieren. Wir müssen uns trauen, die einzigen möglichen Wege, die Griechenland<br />
wirklich helfen, zu gehen. Wir müssen uns endlich eingestehen, dass wir es mit einer<br />
pathologischen Überschuldung von Staaten und Banken zu tun haben. Wir müssen uns<br />
endlich eingestehen, dass das staatliche Geldsystem zu einer Überschuldungskrise von<br />
Staaten und Banken geführt hat. Wir ignorieren die Krankheit unseres staatlichen<br />
Geldsystems, in dem Geld und Kredit aus dem Nichts geschaffen werden. Dieses<br />
Geldsystem hat ein Schneeballsystem aus ungedeckten, zukünftigen<br />
Zahlungsverpflichtungen geschaffen. Wie jedes Schnellballsystem wird es früher oder später<br />
in sich zusammenbrechen.<br />
Wir befinden uns auf dem Weg in die Knechtschaft. Dieser führt uns von Intervention zu<br />
Intervention spiralenförmig abwärts. An seinem Ende erwartet uns ein planwirtschaftliches<br />
Europa. Mit dem planwirtschaftlichen Europa kommt die Vollendung seines ökonomischen<br />
Verfalls. Ökonomischer Verfall führt zur Unzufriedenheit bei den betroffenen Menschen. Die<br />
schlimmen politischen Folgen ökonomischer Unzufriedenheit sehen wir in Dänemark, das<br />
seine Grenzen schließt. Statt eines Europas mit Grenzen für Güter und Menschen brauchen<br />
wir ein marktwirtschaftliches Europa mit Freihandel und gesundem Geld. Nur so erhalten wir<br />
ein Europa der Freiheit.<br />
Berlin, den 10. Juni 2011<br />
Frank Schäffler, Sylvia Canel, Jens Ackermann</p>
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		<title>Systemwettbewerb und die Hamburger Mark Banco</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 18:14:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Steffen Krug In der Geschichte des Abendlandes sind die großen Zivilisationen aus dem Wettstreit zwischen sprachlich und kulturell homogenen Hoheitsgebieten hervorgegangen, die im ständigen Wettbewerb um Einwohner und Kapital standen. Die Machthaber konnten nur sehr begrenzt Steuern erheben und Regulierungen festsetzen, da der freie Personen- und Warenverkehr eine ständige Abstimmung mit den Füssen ermöglichte. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Steffen Krug</p>
<p>In der Geschichte des Abendlandes sind die großen Zivilisationen aus dem Wettstreit zwischen sprachlich und kulturell homogenen Hoheitsgebieten hervorgegangen, die im ständigen Wettbewerb um Einwohner und Kapital standen. Die Machthaber konnten nur sehr begrenzt Steuern erheben und Regulierungen festsetzen, da der freie Personen- und Warenverkehr eine ständige Abstimmung mit den Füssen ermöglichte. Geschichtliche Beispiele für aus Systemwettbewerb hervorgegangene Hochkulturen sind die griechischen Stadtstaaten der Antike, die sieben Hügel Roms, die italienischen Stadtstaaten der Renaissance oder auch die 13 nordamerikanischen Kolonien.</p>
<p>Auf deutschem Boden entstand eine ähnlich vorteilhafte institutionelle Ausgangssituation nach den Wirren der Napoleonischen Kriege. In den Jahren 1807 bis 1815 wurde von den preußischen Reformern Stein und Hardenberg die jahrhundertealte Leibeigenschaft und Zunftordnung abgeschafft und an deren Stelle die Gewerbefreiheit eingeführt. Der 1815 gegründete Deutsche Bund bestand aus 35 autonomen Staaten und vier freien Städten, die eigene Steuer- und Rechtsordnungen hatten. Anfänglich lähmten noch 38 Zoll und Mautlinien den freien Waren- und Personenverkehr. Doch in den Jahren nach 1815 sprachen sich Fabrikanten, Kaufleute und Publizisten, wie der Ökonom Friedrich List, für einen freien Handel aus und trugen so maßgeblich zur Gründung des Deutschen Zollvereins im Jahr 1834 bei. Der Deutsche Zollverein wurde zur bedeutendsten interstaatlichen Freihandelszone seiner Zeit. Da es auf Ebene des Deutschen Bundes keine Regierung gab, hinderte der Systemwettbewerb die Mitgliedstaaten daran, hohe Steuern zu erheben oder Unternehmen zu stark zu regulieren.</p>
<p><strong>Systemwettbewerb und Zeitpräferenz</strong></p>
<p>Dieser vorteilhafte institutionelle Rahmen in Form von Gewerbe- und Vertragsfreiheit, stabilen Eigentumsrechten, freiem Handel und Systemwettbewerb hatte darüber hinaus einen bemerkenswerten Einfluss auf die moralischen Anschauungen und kulturellen Werte der deutschen Bevölkerung. Innerhalb von nur zwei Generationen wurden aus Untertanen selbstbewusste Bürger, die ihren Status nicht bloß ererbten, sondern durch Leistung, Fleiß und Bildung selber erarbeiten konnten. Es drängten Ärzte, Anwälte und Unternehmer in Wirtschaft und Gesellschaft empor, und die in der vorangegangenen Epoche des Absolutismus starre Verteilung von arm und reich wurde aufgebrochen. Die Familie, über Jahrhunderte vor allem eine Zweckgemeinschaft, wandelt sich in einen Hort der Geborgenheit. Liebe und Lob ersetzten bei der Erziehung zunehmend den Stock und Eltern nahmen sich mehr und mehr Zeit für gemeinsame Spiel- und Lesestunden mit ihren Kindern. Die Wohnzimmer wurden im Biedermeier-Stil mit schlichten, in warmen Farbtönen gehaltenen Möbeln ausgestattet und symbolisierten eine überschaubare Welt, die Ordnung und Halt nach unruhigen Zeiten bot. Bildung wurde zum neuen Ideal der Zeit erkoren, und das Bürgertum vertiefte sich in Philosophie, Geschichte und Literatur. Zwar gab es auch zu dieser Zeit Etatisten, doch der allgemeine Zeitgeist beinhaltete eine große Skepsis gegenüber dem Staat. Exemplarisch für diese Weltanschauung ist der im Jahr 1852 von Wilhelm von Humboldt veröffentlichte minimalstaatliche Klassiker „Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen“.</p>
<p>Der liberale institutionelle Rahmen, der in dem Machtvakuum zwischen dem Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 und dem Beginn des Deutschen Reiches von 1871 eher zufällig entstanden war, erhöhte die Planungssicherheit der Individuen und Unternehmen und brachte so bürgerliche Tugenden wie Tüchtigkeit, Sparsamkeit und unternehmerische Leidenschaft zum Aufblühen. Dies führte zu einer stetig sinkenden gesellschaftlichen Zeitpräferenzrate, die sich wiederum in einem stetig fallenden natürlichen Zins widerspiegelte. Der fallende natürliche Zins – es gab noch keine Zentralbank, die den Zins flächendeckend manipulieren konnte – ermöglichte eine immer differenziertere volkswirtschaftliche Produktionsstruktur mit zunehmender Arbeitsteilung und Spezialisierung. Das Wirtschaftswachstum war so nachhaltig, dass zum ersten Mal in der deutschen Geschichte neben einem historisch einmaligen Bevölkerungswachstum auch das Pro-Kopf-Einkommen stetig zunahm.</p>
<p><strong>Das nicht ganz ideale Geldsystem</strong></p>
<p>Nachdem das Römische Reich Deutscher Nation mit seinen über 300 unabhängigen Territorien durch die Abdankung Kaiser Franz II. aufgelöst wurde, kursierten ab 1815 gewissermaßen staatenlos gewordene Geldstücke im Bereich des Deutschen Bundes. Da es sich hierbei jedoch um Gold- und Silbermünzen handelte, blieben diese noch lange Zeit in Umlauf – ein gutes Beispiel dafür, dass Gold- und Silbermünzen auch ohne staatliche Legitimation als allgemeine Tauschmittel akzeptiert werden. Mit Gründung des Deutschen Zollvereins 1834 gab es noch ein Dutzend verschiedener Münz- und Rechnungssysteme, sieben Währungsgebiete und vier verschiedene Währungssysteme. Da es sich jedoch bei den unterschiedlichen Währungen immer um Gold- und Silbermünzen handelte, hatte man letztendlich doch ein einheitliches Währungssystem; allerdings mit dem Problem, das jeder Souverän seinen Münzen ein eigenes Gewicht gab, das man immer erst umrechnen musste. Aufgrund der stark gestiegenen Investitionskosten für die damals neu aufkommenden Prägemaschinen verringerte sich in der Zeit von 1803 bis 1871 die Zahl der staatlichen Prägeanstalten von 43 auf neun. Vielen Kleinstaaten ging somit die Möglichkeit verloren, mit der Münzproduktion und dem folgenden Münzverruf zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Die auch damals schon chronisch klammen Staaten griffen daher insbesondere seit der Revolution 1848 auf den Trick der Ausgabe von ungedecktem Papiergeld zurück, um Finanzierungsmittel für den Staatshaushalt zu beschaffen; diese Praxis wurde dann im Münzvertrag von 1857 verboten. Neben Gold und Silbermünzen sowie durch Edelmetall gedeckten Banknoten nahm darüber hinaus in der Zeit des Deutschen Bundes ein neues Geld &#8211; nämlich Kreditgeld in Form von Buchgeld &#8211; beträchtlich zu. Anders als die meisten Zettelbanken schöpften die Geschäftsbanken ihr Buchgeld zu einem sehr viel höheren Anteil aus dem Nichts, das heißt dem Kreditgeld standen keine Ersparnisse in Form von Gold und Silber gegenüber. Im Jahr 1870 machte Buchgeld bereits die Hälfte der Gesamtgeldmenge von etwa 1.500 Millionen Talern aus. Diese ungedeckte Kreditgeldschöpfung der Geschäftsbanken und der damals existierenden Notenbanken &#8211; wie die Bank of England oder die Zentralnotenbank Preußens &#8211; führte schon im 18. und 19. Jahrhundert zu diversen Finanzkrisen. Allerdings gab es zur Zeit des Deutschen Bundes noch eine natürliche Beschränkung bezüglich der ungedeckten Ausweitung des Kreditgeldes. Die Geschäftsbanken mussten bei der Kreditvergabe immer auch die Möglichkeit eines Bankrotts durch einen Bankrun oder durch systemische Kreditrisiken – die spätestens in der kommenden Finanzkrise offensichtlich würden &#8211; einkalkulieren.</p>
<p><strong>Die Hamburger Mark Banco – die ideale Österreichische Währung</strong></p>
<p>So verbreitet die Praxis der ungedeckten Kreditgeldschöpfung bei den Geschäftsbanken und vor allem den staatlichen Notenbanken auch war, so gab es doch eine rühmliche Ausnahme. Die von der Hamburger Bank herausgegebene Mark Banco galt insbesondere zur Zeit des Deutschen Bundes als das sicherste und unveränderlichste Geld der Welt. Seit der Gründung im Jahr 1619 bis zur Einführung der Reichsmark im Jahr 1871 stand die Mark Banco als ein Symbol für die Zuverlässigkeit und Ehrbarkeit des Hamburger Kaufmanns. Da in der Warenhandelsmetropole Hamburg traditionell zahlreiche Münzsorten mit unterschiedlichem Metallgehalt zirkulierten, wurde die Hamburger Bank gegründet, um den Geld- und Zahlungsverkehr in der Hansestadt zu erleichtern. Um Zahlungen bargeldlos durch Umbuchung von Konto zu Konto zu ermöglichen, wurde einem vollwertigen Reichstaler drei Mark Banco gutgeschrieben. Eine Mark Banco entsprach also 8,66g Silber, womit man eine stabile Recheneinheit hatte. Diese neu geschaffene Währung existierte allerdings nur in den Büchern der Bank und wurde nicht geprägt. Die Hamburger Bank verpflichtete sich, den Kontoinhabern jederzeit ihre Guthaben in Silber auszuzahlen und hielt explizit in ihrer Satzung fest, kein Kreditgeld in Form von Buchgeld zu schöpfen, das nicht zu 100% mit Silber gedeckt war. Tragischer weise konnte das vorbildhafte Beispiel der Hamburger Bank keine Schule machen. Mit der Ernennung Otto von Bismarcks zum Regierungschef Preußens im Jahr 1862 wurde das Ende der klassisch-liberalen Ära und des Deutschen Bundes eingeleitet. Der „eiserne Kanzler“ gab mit Krieg und Staatsherrschaft fortan die Agenda vor, die im 20. Jahrhundert noch weiter eingeschlagen werden würde. Mit der Gründung des Deutschen Reiches und der staatlich verordneten Währungsmonopolisierung wurde die Hamburger Bank 1875 geschlossen und später in eine Filiale der Reichsbank umgewandelt.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Der klassische Liberalismus zur Zeit des Deutschen Bundes von 1815 bis 1866 führte innerhalb weniger Generationen von einem durch die Napoleonischen Kriege ruinierten Agrarstaat zu einer der produktivsten Industrienationen der Welt. Der Auslöser dieses einzigartigen Wirtschaftsaufschwungs war ein liberaler institutioneller Rahmen mit Gewerbe- und Vertragsfreiheit, stabilen Eigentumsrechten, Freihandel und einem Systemwettbewerb, der deshalb so lange existierte, weil es auf Ebene des Deutschen Bundes keine Zentralregierung gab. Das Geldsystem basierte auf einem Gold- und Silberstandard, und mit der Hamburger Bank gab es gar eine Finanzinstitution, die sich an eine 100% Deckung bei der Ausgabe von Buchgeld und Krediten hielt. Insbesondere in der Zeit von 1848 bis 1862 war Deutschland auf dem besten Weg zu einer idealen „Österreichischen Welt“. Diese Entwicklung wurde mit dem Aufstieg Otto von Bismarcks abrupt beendet.</p>
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		<title>Die Hamburger Mark Banco (1619-1870)</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 01:36:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Auszug aus dem sehr empfehlenswerten Buch &#8220;Das Silberkomplott&#8221; von Reinhard Deutsch (Kopp Verlag 2006) &#8220;Im Jahre 1619 entstand in Hamburg noch etwas Neues, sehr Bemerkenswertes, nämlich das Grundmodell eines privaten Geldsystems, das wir heute sofort übernehmen könnten, die Hamburger Girobank. Um den Geld- und Zahlungsverkehr in der Hansestadt zu erleichtern, der durch den Umlauf zahlreicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auszug aus dem sehr empfehlenswerten Buch &#8220;Das Silberkomplott&#8221; von Reinhard Deutsch (Kopp Verlag 2006)</p>
<p>&#8220;Im Jahre 1619 entstand in Hamburg noch etwas Neues, sehr Bemerkenswertes, nämlich das Grundmodell eines privaten Geldsystems, das wir heute sofort übernehmen könnten, die Hamburger Girobank. Um den Geld- und Zahlungsverkehr in der Hansestadt zu erleichtern, der durch den Umlauf zahlreicher Münzsorten mit unterschiedlichem Metallgehalt erheblich erschwert wurde, sollte die Bank Zahlungen bargeldlos duch Umbuchung von Konto zu Konto ermöglichen. Als Kontoeinlage wurden zunächst nur vollwertige Reichstaler angenommen, wobei pro Reichstaler drei Mark Banco gutgeschrieben wurden. Dies war nur eine Verrechnungseinheit, wodurch die Bank aber quasi eine stabile Recheneinheit und eine eigene Währung schuf, die von Münzverschlechterungen verschont blieb. Später wurde auch ungemünztes Silber in Form von Barren angenommen. Die Bank war verpflichtet, den Kontoinhabern ihre Guthaben jederzeit in Metall auszuzahlen. Sie konnte aufgrund ihrer Satzung kein Buchgeld schöpfen, das über ihren Bestand an Silber in den Tresoren hinausging. <strong>Dieses Modell einer privaten Währung würde auch heute wieder sofort funktionieren</strong>, und es entsteht in der Tat gerade wieder neu &#8211; im Internet. <strong>Die Mark Banco galt bis zur Einführung der Reichswährung 1870, also immerhin 250 Jahre, als das sicherste und unveränderlichste Geld der Welt und die Bank als Symbol der Solidität des Hamburger Kaufmanns</strong>.&#8221;</p>
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		<title>Die Rückkehr der Finanzkrise II</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 22:25:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie scheint die Österreichische a-priori Logik bei dem FTD Kolumnist Wolfgang Münchau noch nicht richtig angekommen zu sein. In der Kolumne  &#8220;Schwere Gleichgewichtsstörungen&#8221; macht er abermals die globalen Leistungsbilanzungleichgewichte als die tiefere Ursache für die Rückkehr der Finanzkrise aus. Nach seiner Logik resultieren diese Ungleichgewichte aus schlecht regulierten Finanzmärkten, wobei ein besseres (perfekt) reguliertes internationales [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie scheint die Österreichische a-priori Logik bei dem FTD Kolumnist Wolfgang Münchau noch nicht richtig angekommen zu sein. In der Kolumne  <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:kolumne-wolfgang-muenchau-schwere-gleichgewichtsstoerungen/50157906.html">&#8220;Schwere Gleichgewichtsstörungen&#8221;</a> macht er abermals die globalen Leistungsbilanzungleichgewichte als die tiefere Ursache für die Rückkehr der Finanzkrise aus. Nach seiner Logik resultieren diese Ungleichgewichte aus schlecht regulierten Finanzmärkten, wobei ein besseres (perfekt) reguliertes internationales Finanzsystem keine Krise verursachen würde.</p>
<div>
<p>Sehr geehrter Herr Münchau,</p></div>
<div>
<p>so sehr ich mich auf ihre kommende Kolumne gefreut  hatte, so ernüchtert war ich von ihrem Artikel &#8220;Schwere Gleichgewichtsstörungen&#8221; über die tieferen Ursachen der Finanzkrise. In meiner letzten Email habe ich  versucht ihnen zu erklären, dass die Leistungsbilanzungleichgewichte Symptome  des globalen Papiergeldsystems sind, wobei staatliche Regierungen Zwangsgeld in  Form von Zirkulationskrediten aus dem Nichts schöpfen. Da Sie in ihrer Kolumne jedoch auch weiterhin die These vertreten, dass  die tiefere Ursache der aktuellen Finanz- und Verschuldungskrise die globalen  Leistungsbilanzungleichgewichte sind, möchte ich an dieser Stelle das  zugrundeliegende ökonomische Ursache-Wirkung Prinzip des weltweiten Geldsystems  noch einmal ausführlich darstellen:</p></div>
<div>
<p>Erst die staatliche Regulierung des Finanzsektors  in Form von Zahlkraftgesetzen (legal tender laws) und staatlicher  Monopolisierung der Geldproduktion ermöglicht, daß die heutigen  Papiergeldwährungen von den Menschen als Tauschmittel akzeptiert werden.  Historisch gesehen hat sich Gold im freien Wettbewerb als globales allgemein  akzeptiertes Tauschmittel durchgesetzt. Nehmen wir also einmal an, daß das  globale Finanzsystem einem 100% gedeckten Goldstandard unterliegen würde. Ein  goldgedecktes Finanzsystem verfügt über einen sich selbst korrigierenden  Mechanismus, der keine größeren Leistungsbilanzungleichgewichte zulässt (siehe  auch David Hume: Price Specie Flow Mechanism). Wenn die USA aus Deutschland mehr  Waren importiert als exportiert, dann wird die entsprechende Differenz in Form  von US-amerikanischen Gold nach Deutschland fließen. Dadurch fallen  die Warenpreise in den USA und die Warenpreise in Deutschland steigen an. Durch  die höheren Preise in Deutschland können die USA jetzt nicht mehr so viele  Produkte aus Deutschland importieren. Weil gleichzeitig aber auch die  amerikanischen Produkte in Deutschland billiger werden, würden die USA wieder  anfangen mehr Waren nach Deutschland zu exportieren. Im Laufe der Zeit würde  dann auch das Gold wieder von Deutschland in die USA zurückfliessen, so dass  sich im Zeitablauf auch die Preisniveaus wieder anpassen würden und die  Leistungsbilanzen entsprechend ausgeglichen wären. Genau dieser  Mechanismus konnte auch empirisch in der Zeit des klassischen Goldstandards von  1880-1914 beobachtet werden.</p></div>
<div>
<p>Im heutigen globalen ungedeckten Papiergeldsystem  ist das Leistungsbilanzungleichgewicht insbesondere der USA der Sonderrolle des  USD als Weltreservewährung geschuldet. Der globale monetäre Sozialismus  ermöglicht es einer kleinen globalen Machtelite aus Politikern,  Investmentbankern und Großindustriellen sich unermeßlich auf Kosten der breiten  Masse der weltweiten Sparer zu bereichern. Aktuell schaffen es die Machteliten  über ihren Einfluss auf die Medien und politischen Meinungsführer zwar  immer noch die breite Masse der Menschen über den wahren Charakter des  ungedeckten Papiergeldsystems zu täuschen. Der weltweite Siegeszug des  Internet erschwert es den globalen Machteliten aber immer mehr, ihre Lügen  aufrechtzuerhalten. Die Löcher in der Matrix werden zusehends größer. Der finale  und offensichtliche Zusammenbruch des globalen Papiergeldschneeballsystems ist  somit nur noch eine Frage der Zeit. In diesem Zusammenhang wäre es schön, wenn  auch die FTD ihren Lesern (die Mehrzahl der FTD Leser gehört meines  Erachtens eher zu den normalen Privatanlegern und nicht  zur Elite der  Papiergeldindustrie) die tieferen Ursachen der Finanz- und  Verschuldungskrise erklärt und nicht nur oberflächliche Berichterstattung  betreibt. Das Beispiel Wall Street Journal (seit der Murdoch Übernahme) ist  aktuell ein gutes Beispiel, wie man mit solch einer Strategie sogar auch neue  Leser gewinnen kann.</p></div>
<div></div>
<div>
<p>Beste Grüsse von der Alster</p></div>
<div></div>
<div>
<p>Dipl. Volksw. Steffen Krug</p></div>
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		<title>Die Rückkehr der Finanzkrise</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 11:21:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 04.08.2010 startete die Financial Times Deutschland eine mehrteilige Reihe zur Rückkehr der Finanzkrise. In Teil 1 analysiert Wolfgang Münchau sehr trefflich die aktuelle Situation an den Immobilienmärkten. Die von Ihm angeführten tieferen Ursachen der aktuellen Finanz- und Verschuldungskrise hingegen riefen meinen Widerspruch hervor. Ein Österreichischer Einspruch: Sehr geehrter Herr Münchau, vielen Dank für Ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 04.08.2010 startete die Financial Times Deutschland eine mehrteilige Reihe zur Rückkehr der Finanzkrise. In <a href="http://www.ftd.de/finanzen/immobilien/:kolumne-muenchau-der-naechste-immobilienknall/50152499.html">Teil 1</a> analysiert Wolfgang Münchau sehr trefflich die aktuelle Situation an den Immobilienmärkten. Die von Ihm angeführten tieferen Ursachen der aktuellen Finanz- und Verschuldungskrise hingegen riefen meinen Widerspruch hervor. Ein Österreichischer Einspruch:</p>
<div>
<p>Sehr geehrter Herr Münchau,</p></div>
<div>
<p>vielen Dank für Ihre brilliante Analyse der  aktuellen Finanz- und Verschuldungskrise in der FTD Kolumne vom 04.08.2010. Ihr  Wissen um elementare ökonomische Zusammenhänge hebt Sie wohltuend von einigen  Ihrer FTD Kollegen ab. Meine persönliche Einschätzung der Immobilienmärkte deckt  sich voll und ganz mit Ihrer Analyse. Daher war ich umso erstaunter, als Sie am  Ende der Kolumne als tiefere Ursache der aktuellen Finanz- und  Verschuldungskrise schlecht regulierte Finanzmärkte sowie globale  Ungleichgewichte mit globalen Finanzströmen ausmachten.</p></div>
<div>
<p>Meiner Ansicht nach liegen die Ursachen der Finanz-  und Verschuldungskrise tiefer als lediglich &#8220;schlechte Regulierung&#8221;. Ganz im  Gegenteil: Erst das über staatliche Regulierung entstandene weltweite  immaterielle Zwangsgeld hat die von Ihnen zu Recht erwähnten globalen  Ungleichgewichte verursacht. Niemals in der gesamten Menschheitsgeschichte ist  solches Geld spontan verwendet wurden, sondern es ist in allen bekannten  historischen Fällen seinen Benutzern von der Obrigkeit aufgezwängt wurden. Ich  bin seit 12 Jahren in der Finanzdienstleistungsbranche in der Beratung von  Privatkunden tätig und kann Ihnen aus Erfahrung sagen, daß keiner meiner Kunden  sich freiwillig für ungedecktes Papier-, Buch- und Kreditgeld mit lediglich  2 Prozent Deckung entscheiden würde, wenn er eine Geldalternative hätte, die zu  100 Prozent mit realen Vermögensgegenständen gedeckt wäre. Daher wiederhole ich  es noch einmal: Erst die staatliche Regulierung sorgt dafür, dass meine Kunden  gezwungen werden, aus dem Nichts geschöpftes Scheingeld zu  akzeptieren.</p></div>
<div>
<p>Die aktuelle Finanz- und Verschuldungskrise ist  nichts anderes als die Folge dieses staatlich regulierten Geldsystems, welche  durch die Österreichische Geld- und Konjunkturtheorie exzellent erklärt wird  (der Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler gibt in seiner im Anhang beigefügten  persönlichen Erklärung zur Ablehnung des Euro Stabilisierungsgesetzes eine  geniale Zusammenfassung der Österreichischen Geld- und Konjunkturtheorie; eine  weitergehende Literaturliste finden Sie auf meiner Website unter <a href="../wissen">http://www.ifaam-institut.de/wissen</a>).  Bereits im Jahr 1912 (also noch zu Zeiten des Goldstandards, der dafür sorgte,  dass es ohne jede Regulierung ein globales Gleichgewicht an den Finanz- und  Warenmärkten gab) schrieb der wohl bedeutendste Vertreter der Österreichischen  Schule der Ökonomie, Ludwig von Mises, in seinem bahnbrechenden Buch &#8220;Theorie  des Geldes und der Umlaufsmittel&#8221;: &#8220;It would be a mistake to assume that the  modern organization of exchange is bound to continue to exist. It carries within  itself the germ of its own destruction; the development of the fiduciary medium  (also Geld, das nicht durch Ersparnisse gedeckt ist) must necessary lead to its  breakdown.&#8221; Ein staatliches Zwangsgeld durch &#8220;bessere Regulierung&#8221; zu retten,  ist somit a-priori zum Scheitern verurteilt und führt am Ende zwangsläufig dazu,  dass die gesamte Wirtschaft planwirtschaftlich gesteuert werden muss. Zudem  waren es gerade die anfänglich unregulierten Finanzmarktinnovationen der letzten  Jahre, die den unabwendbaren Zusammenbruch noch einmal aufgeschoben hatten. Seit  dem finalen Zusammenbruch vor 3 Jahren wird von politischer Seite lediglich noch  versucht, den bereits erfolgten globalen Währungskollaps zu vertuschen  (schließlich hat Frau Merkel die Spareinlagen für sicher erklärt). Es ist daher  nur noch eine Frage der Zeit, bis auch den Kapitalmärkten (also einer kritischen  Anzahl von Sparern) bewußt wird, daß der Kaiser bereits seit 3 Jahren ohne  Kleider dasteht.</div>
<div>
<p>Ich freue mich auf die weiteren Folgen Ihrer  Kolumne.</p></div>
<div>
<p>Steffen Krug</p></div>
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		<title>Eintrag ins Geschichtsbuch per Zeitungsinserat: Das Finanzsystem ist nicht zu retten</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 13:05:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gastbeitrag von Kristof Berking, übernommen mit freundlicher Genehmigung vom ef-Magazin Seit dem Westfälischen Frieden 1648, als die Schweizerische Eidgenossenschaft aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation ausschied und sich immerwährende Neutralität schwor, ist es gewiss nicht all zu oft vorgekommen, dass ein Schweizer Bürger einem deutschen Reichstags- beziehungsweise Bundestagsabgeordneten unter Einsatz beträchtlicher finanzieller Mittel Gehör [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Gastbeitrag von Kristof Berking</em></strong><em>, übernommen mit freundlicher Genehmigung vom <a href="http://www.ef-magazin.de/2010/06/05/2206-eintrag-ins-geschichtsbuch-per-zeitungsinserat-das-finanzsystem-ist-nicht-zu-retten" target="_blank">ef-Magazin</a></em></p>
<p>Seit dem Westfälischen Frieden 1648, als die Schweizerische Eidgenossenschaft aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation ausschied und sich immerwährende Neutralität schwor, ist es gewiss nicht all zu oft vorgekommen, dass ein Schweizer Bürger einem deutschen Reichstags- beziehungsweise Bundestagsabgeordneten unter Einsatz beträchtlicher finanzieller Mittel Gehör verschafft. Vielleicht ist es auch ein wenig der innerschweizerischen Diskussion um einen EU-Beitritt geschuldet, wenn der Leser der „Neuen Zürcher Zeitung“ am 5. Juni 2010 im ersten Bund auf Seite 17 eine halbseitige Anzeige vorfand unter der plakativen Überschrift: „Das Finanzsystem muss nicht gerettet werden“, Komma.</p>
<p>Nanu, denkt der neugierig gewordene Leser, und erfährt in der nächsten Zeile: „das Finanzsystem ist das Problem!“ Der Versuch, die herrschende Papiergeldordnung um jeden Preis zu retten, sei fatal und nicht alternativlos. Es folgt der volle Wortlaut der persönlichen Erklärung, mit der der Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler am 21. Mai seine Ablehnung des 750-Milliarden-Rettungspaketes für überschuldete Euro-Staaten im Bundestag begründete. Auftraggeber der Anzeige ist ein Schweizer Kaufmann aus Bern, Johannes Müller.</p>
<p>Die Erklärung des MdB Schäffler, die bei ef-online und auf zahlreichen anderen Blogs bereits dokumentiert wurde, enthält eine glasklare Analyse der tieferen Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Kenner der Geld- und Konjunkturtheorie der Österreichischen Schule der Ökonomie (Mises, Hayek &amp; Co.) finden in diesem, dem Deutschen Bundestag zu Protokoll gegebenen Text alle wichtigen Kritikpunkte genannt, vom Teilreserveprivileg der Geschäftsbanken bis hin zur Störung des Preissystems durch die Zinspolitik der Zentralbanken. Die Wurzel der Krise ist, wie es Johannes Müller in seinem Begleittext zu Schäfflers Erklärung auf den Punkt bringt, „unser planwirtschaftliches Geldsystem“. Wir haben es also, will die Anzeige sagen, mit einer Geldsystemkrise zu tun, und nicht etwa mit einem Versagen des Finanzmarktes, dessen man durch eine stärkere Reglementierung Herr werden könnte. Letztere Deutung beherrscht indes immer noch die öffentliche Diskussion.</p>
<p>Als unlängst in einer Talk-Runde bei Anne Will im Ersten Deutschen Fernsehen Claus Vogt, Autor des Buches „Die Inflationsfalle“ und Kolumnist von eigentümlich frei, erläutern wollte, wie die Geldpolitik, das heißt die künstlich niedrigen Zinsen der Zentralbank, zu Fehlinvestitionen führen, die nach einem solchermaßen entfachten Scheinboom zwangsläufig liquidiert werden müssen und so stets unvermeidlich in eine Rezession münden, beendete die Star-Moderatorin seine Ausführungen mit dem Satz, das sei ihr „zu kompliziert“. Einem einzigen Bundestagsabgeordneten – immerhin einem – ist dieser einfache Zusammenhang nicht zu schwierig, und er hat den Mut, seinem eigenen Gewissen zu folgen und sich gegen den kurzsichtigen Bail-Out der Banken und des Papiergeldsystems zu stellen, um den es sich letztlich bei dem Hilfspaket für die PIIGS-Staaten handelt. Diesem Mut möchte Johannes Müller mit seiner Anzeige Respekt zollen, denn es ist immer bequemer, mit der Masse zu irren, als alleine Recht zu haben. Müller möchte die Erklärung Schäfflers auch fürs „Geschichtsbuch“ festgehalten wissen, was wohl so viel heißen soll wie: Es entschuldige sich in ein paar Jahren keiner damit, dass doch alle geglaubt hätten, die Rettung des Papiergeldsystems sei „alternativlos“ gewesen. Dass der Versuch der Rettung mit noch mehr aus dem Nichts geschöpften Kreditgeld scheitern muss, ja, dass er die Fallhöhe sogar noch erhöht, kann man jetzt schon, 2010, wissen.</p>
<p>Aber was ist denn eigentlich die Alternative zur Rettung des herrschenden Finanzsystems? Das deutet der kurze Text Schäfflers nur an, doch weiß der Abgeordnete wohl darauf zu antworten, wenn man ihn nur einmal danach fragen würde. Falls die Anzeige dazu führt, dass man Schäffler einmal mehr ein Mikrofon hinhält oder gar zu den Talkrunden über die Finanzkrise einlädt, hat sie ihren Zweck erfüllt. Dann versteht vielleicht auch Anne Will, warum die monetäre Planwirtschaft, in der wir spätestens seit Aufgabe der letzten rudimentären Golddeckung des Dollars 1971 leben, ein äußerst fragwürdiges Experiment ist, über das man eine Diskussion zulassen sollte.</p>
<p>Die Geldsystemfrage wird in den nächsten Jahren so oder so auf die Tagesordnung kommen, denn die kolossale Überschuldung, die das System der Kreditgeldschöpfung ermöglicht hat, macht am Ende einen Schnitt unausweichlich. Dann werden sich die Verantwortlichen von heute Frank Schäfflers weitsichtige Erklärung vom 21. Mai oder ihre Publizierung in der „NZZ“ vom 5. Juni 2010 beschämt vorhalten lassen müssen. Auch das Platzen der Immobilienblase 2007/2008 hatten Vertreter der Österreichischen Schule der Ökonomie lange vorausgesagt. So hatte der amerikanische Kongreßabgeordnete Dr. Ron Paul am 10. September 2003 vor dem Finanzausschuss des Kongresses – mit demselben Wortlaut sogar bereits ein Jahr zuvor vor dem Repräsentantenhaus – mit präziser und, wie heute alle wissen, richtiger Begründung auseinandergesetzt, warum die Niedrigzinspolitik der FED und die Häuser-für-jedermann-Politik der Regierung zu einem Desaster führen müsse.</p>
<p>Nach seinen atemberaubenden Erfolgen im Präsidentschaftswahlkampf 2007/2008 wurde Ron Paul, wie er gerne erzählt, auf den Gängen und Fluren des Kapitols immer wieder von anderen Abgeordneten, die ihn vorher ignorierten, in kollegialem Ton vertraulich angesprochen, ob er eine neue PR-Strategie anwende und welche Agentur er beschäftige. Tatsächlich beschäftigte Ron Paul gar keine Agenturen oder Spindoktoren, und den über seinen Erfolg rätselnden Berufspolitikern antwortete er immer, was auch Frank Schäffler in Deutschland seinen Kollegen sagen kann, wenn sie wissen wollen, wie er es denn bloß schaffe, dass wildfremde Leute seine Erklärungen in Weblogs und sogar bezahlten Zeitungsanzeigen verbreiten: „Es reicht, die Wahrheit zu sagen.“</p>
<p><strong>Internetquellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.ifaam-institut.de/wp-content/uploads/2010/06/Anzeige_in_NZZ_5.6.2010.pdf" target="_blank">Anzeige in der Neuen Zürcher Zeitung vom 5. Juni 2010</a></p>
<p><a href="http://www.frank-schaeffler.de/aktuell/1281" target="_blank">Frank Schäfflers persönliche Erklärung im Original</a></p>
<p><a href="http://ef-magazin.de/2009/03/27/1066-wirtschaftlicher-schutz-gold-als-schluessel-zur-freiheit" target="_blank">Johannes Müller: &#8220;Gold als Schlüssel zur Freiheit&#8221;</a></p>
<p><a href="http://www.ef-magazin.de/autor/claus-vogt/" target="_blank"> Claus Vogts Kolumnen in &#8220;eigentümlich frei&#8221;</a></p>
<p><a href="http://www.house.gov/paul/congrec/congrec2003/cr091003.htm" target="_blank">Dr. Ron Pauls Warnung vor der Immobilienblase vorm Finanzausschuss des US-Kongresses im September 2003</a></p>
<p><a href="http://www.smartinvestor.de/ronpaul/" target="_blank">Internetführer zur „Ron Paul Revolution“</a></p>
<p><a href="http://www.ef-magazin.de/autor/frank-schaeffler/" target="_blank">Frank Schäfflers Beiträge bei &#8220;eigentümlich frei&#8221;</a></p>
<p><a href="http://lichtschlag-buchverlag.de/programm/polleit-prollius/geldreform" target="_blank">Thorsten Polleit und Michael von Prollius: &#8220;Geldreform – Vom schlechten Staatsgeld zum guten Marktgeld&#8221;</a></p>
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		<title>Vermögensanlage im Zeichen der Österreichischen Schule der Nationalökonomie</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 14:41:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gastblog von Ralph Bärligea Am 29. und 30. Mai traf sich in Hamburg sozusagen die deutsche Elite der Austrian Economics in Sachen Vermögensanlage, um über Analysen, Prognosen und Strategien für Investoren in der Krise in Dialog zu treten. Etwa 150 Teilnehmer verfolgten gespannt die Vorträge von Größen wie Prof. Thorsten Polleit, Claus Vogt, Chefanalyst der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gastblog von Ralph Bärligea</p>
<p>Am 29. und 30. Mai traf sich in Hamburg sozusagen die deutsche Elite der Austrian Economics in Sachen Vermögensanlage, um über Analysen, Prognosen und Strategien für Investoren in der Krise in Dialog zu treten. Etwa 150 Teilnehmer verfolgten gespannt die Vorträge von Größen wie Prof. Thorsten Polleit, Claus Vogt, Chefanalyst der quirin bank AG oder Ralf Flierl, dem Chefredakteur des Smart Investor.</p>
<p>Das Seminar zeigte deutlich, was vielen Mainstream-Ökonomen und Politikern noch nicht klar ist. Keynes ist eine „Theorie“ für die Rumpelkammer, die keinen Einfluss auf praktische Anlageentscheidungen hat. Während sich „Wissenschaftler“ mit Staatsgeldern für eine Theorie der Enteignung dessen Annahmen gegen die Realität und dessen Konklusionen absurd sind noch immer unbeirrt begeistern lassen, scheinen Bankiers und Vermögensverwalter mehr Verantwortung zu übernehmen.</p>
<p>Schließlich attestiert Keynes dem Menschen einen animalischen Geist, glaubt aber doch an Übermenschen in Zentralbanken und Politbüros, die private Investitionen verdrängen sollen und defizitäre staatliche Programme beschließen können. Die Vermögensverwalter und Bankiers sehen im Gegensatz dazu ihre Kunden und das Individuum als ihren Souverän. Um deren Vermögen zu erhalten, müssen sie sich zwangsläufig an einer Theorie orientieren, die Erfolg verspricht, die „Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel“ von Ludwig von Mises.</p>
<p>Man muss in dieser Analyse aber noch viel weiter gehen und Keynes die Wissenschaftlichkeit an sich absprechen. Die Annahmen des polyamoren Lebemanns wie „Animal Spirits“, „Unterauslastung von Kapazitäten“ und „Geldillusion“ sind völlig unbegründet und falsch, seine „Warenkorbinflation“ als Richtschnur ist reiner Empirismus, also induktives Schließen, das man in der Philosophie als Schwachsinn, oder auch Kult bezeichnet.</p>
<p>Der gewonnene Eindruck zeigte: Wer mit Keynes in Vorstandsetagen, oder Anlageausschüssen argumentiert, wird da wohl eher ausgelacht. Mises dagegen erlebt eine wahre Renaissance. Kristof Berking, einer der Organisatoren der Veranstaltung, erklärte einleitend sehr gut, wie Carl Menger und Ludwig von Mises aufbauend auf dem kritisch rationalistischen Denken der antiken Philosophie und klassischen Logik die Wirtschaftswissenschaften von einem rein deskriptiven Anspruch und den Irrungen des Historizismus zu theoretischem Gehalt führten, der die Kriterien einer selbständigen Wissenschaft erst erfüllte.</p>
<p>Darüber dass wir auf schwere Zeiten zusteuern, dass der Euro ein bald zusammenbrechendes Schneeballsystem ist und dass politische Prognosen neben ökonomischen leider derzeit die größere Rolle spielen, waren sich alle Experten einig! Investitionsmäßig ist einfach wenig zu holen, wenn durch Inflation und die damit verbundene Besteuerung von Scheingewinnen jeder Anleger einer permanenten Substanzenteignung ausgesetzt ist. Die durch die Billiggeldpolitik erzeugte Fehlallokation von Kapital hat Wirtschafsstrukturen geschaffen, die nicht mehr tragfähig sind. Darum, so Claus Vogt, werden Werte wie Aktien und Immobilien in der Krise eher real an Wert verlieren, während Geldforderungen natürlich völlig wertlos werden.</p>
<p>7,6 % Geldmengenwachstum und damit Inflation haben wir pro Jahr im Schnitt. Wer das nach 25% Abgeltungssteuer erwirtschaften will, braucht 10% sicher, allein um sein Vermögen zu erhalten. Wer schafft das schon? Wer nach der Krise noch über ein relevantes, offizielles Vermögen verfügt, wird wohl dem Zorn derjenigen ausgesetzt sein, die heute noch naiv genug sind, dem Euro und weiteren Staatsversprechen zu glauben. Darum war das Fazit aller Redner physisches Gold, also einfach Kasse halten in echtem Geld. Leider hat man andere Anlageformen und so das Investieren im Sinne individueller Nachfragepräferenzen zum Wohl der breiten Bevölkerung politisch unmöglich gemacht.</p>
<p>Wer aber raubt hier wen aus und wer hat die Krise verursacht? Das waren die Politiker mit ihren Lobbygesetzgebungen und Zentralbanken. Die Schuld an ihrer Totalpleite weisen sie dann natürlich allen anderen zu, den Spekulanten, oder den unproduktiven Hartz IV Empfängern. Wenn die Bevölkerung dies nicht erkennt, sind totalitäre Strukturen wie im Kommunismus, oder Nationalsozialismus jetzt auch auf europäischer Ebene wahrscheinlich.</p>
<p>Die heutige Krise muss nicht mehr studiert werden; das hat Mises bereits 1924 erledigt und vor 1929 gewarnt. In der heutigen Krise muss gehandelt werden. Umso nachdenklicher machte da die Aussage von Martin Siegel, Geschäftsführer von Westgold Edelmetallhandel: „Jeder Investor muss sich auch für eine freiheitlich demokratische Grundordnung einsetzen, denn ohne Freiheit hat jedes Vermögen keinen Sinn mehr.“</p>
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