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	<title>IfAAM: Institut für Austrian Asset Management</title>
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		<title>Die Rückkehr der Finanzkrise II</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 22:25:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie scheint die Österreichische a-priori Logik bei dem FTD Kolumnist Wolfgang Münchau noch nicht richtig angekommen zu sein. In der Kolumne  &#8220;Schwere Gleichgewichtsstörungen&#8221; macht er abermals die globalen Leistungsbilanzungleichgewichte als die tiefere Ursache für die Rückkehr der Finanzkrise aus. Nach seiner Logik resultieren diese Ungleichgewichte aus schlecht regulierten Finanzmärkten, wobei ein besseres (perfekt) reguliertes internationales [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie scheint die Österreichische a-priori Logik bei dem FTD Kolumnist Wolfgang Münchau noch nicht richtig angekommen zu sein. In der Kolumne  <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:kolumne-wolfgang-muenchau-schwere-gleichgewichtsstoerungen/50157906.html">&#8220;Schwere Gleichgewichtsstörungen&#8221;</a> macht er abermals die globalen Leistungsbilanzungleichgewichte als die tiefere Ursache für die Rückkehr der Finanzkrise aus. Nach seiner Logik resultieren diese Ungleichgewichte aus schlecht regulierten Finanzmärkten, wobei ein besseres (perfekt) reguliertes internationales Finanzsystem keine Krise verursachen würde.</p>
<div>
<p>Sehr geehrter Herr Münchau,</p></div>
<div>
<p>so sehr ich mich auf ihre kommende Kolumne gefreut  hatte, so ernüchtert war ich von ihrem Artikel &#8220;Schwere Gleichgewichtsstörungen&#8221; über die tieferen Ursachen der Finanzkrise. In meiner letzten Email habe ich  versucht ihnen zu erklären, dass die Leistungsbilanzungleichgewichte Symptome  des globalen Papiergeldsystems sind, wobei staatliche Regierungen Zwangsgeld in  Form von Zirkulationskrediten aus dem Nichts schöpfen. Da Sie in ihrer Kolumne jedoch auch weiterhin die These vertreten, dass  die tiefere Ursache der aktuellen Finanz- und Verschuldungskrise die globalen  Leistungsbilanzungleichgewichte sind, möchte ich an dieser Stelle das  zugrundeliegende ökonomische Ursache-Wirkung Prinzip des weltweiten Geldsystems  noch einmal ausführlich darstellen:</p></div>
<div>
<p>Erst die staatliche Regulierung des Finanzsektors  in Form von Zahlkraftgesetzen (legal tender laws) und staatlicher  Monopolisierung der Geldproduktion ermöglicht, daß die heutigen  Papiergeldwährungen von den Menschen als Tauschmittel akzeptiert werden.  Historisch gesehen hat sich Gold im freien Wettbewerb als globales allgemein  akzeptiertes Tauschmittel durchgesetzt. Nehmen wir also einmal an, daß das  globale Finanzsystem einem 100% gedeckten Goldstandard unterliegen würde. Ein  goldgedecktes Finanzsystem verfügt über einen sich selbst korrigierenden  Mechanismus, der keine größeren Leistungsbilanzungleichgewichte zulässt (siehe  auch David Hume: Price Specie Flow Mechanism). Wenn die USA aus Deutschland mehr  Waren importiert als exportiert, dann wird die entsprechende Differenz in Form  von US-amerikanischen Gold nach Deutschland fließen. Dadurch fallen  die Warenpreise in den USA und die Warenpreise in Deutschland steigen an. Durch  die höheren Preise in Deutschland können die USA jetzt nicht mehr so viele  Produkte aus Deutschland importieren. Weil gleichzeitig aber auch die  amerikanischen Produkte in Deutschland billiger werden, würden die USA wieder  anfangen mehr Waren nach Deutschland zu exportieren. Im Laufe der Zeit würde  dann auch das Gold wieder von Deutschland in die USA zurückfliessen, so dass  sich im Zeitablauf auch die Preisniveaus wieder anpassen würden und die  Leistungsbilanzen entsprechend ausgeglichen wären. Genau dieser  Mechanismus konnte auch empirisch in der Zeit des klassischen Goldstandards von  1880-1914 beobachtet werden.</p></div>
<div>
<p>Im heutigen globalen ungedeckten Papiergeldsystem  ist das Leistungsbilanzungleichgewicht insbesondere der USA der Sonderrolle des  USD als Weltreservewährung geschuldet. Der globale monetäre Sozialismus  ermöglicht es einer kleinen globalen Machtelite aus Politikern,  Investmentbankern und Großindustriellen sich unermeßlich auf Kosten der breiten  Masse der weltweiten Sparer zu bereichern. Aktuell schaffen es die Machteliten  über ihren Einfluss auf die Medien und politischen Meinungsführer zwar  immer noch die breite Masse der Menschen über den wahren Charakter des  ungedeckten Papiergeldsystems zu täuschen. Der weltweite Siegeszug des  Internet erschwert es den globalen Machteliten aber immer mehr, ihre Lügen  aufrechtzuerhalten. Die Löcher in der Matrix werden zusehends größer. Der finale  und offensichtliche Zusammenbruch des globalen Papiergeldschneeballsystems ist  somit nur noch eine Frage der Zeit. In diesem Zusammenhang wäre es schön, wenn  auch die FTD ihren Lesern (die Mehrzahl der FTD Leser gehört meines  Erachtens eher zu den normalen Privatanlegern und nicht  zur Elite der  Papiergeldindustrie) die tieferen Ursachen der Finanz- und  Verschuldungskrise erklärt und nicht nur oberflächliche Berichterstattung  betreibt. Das Beispiel Wall Street Journal (seit der Murdoch Übernahme) ist  aktuell ein gutes Beispiel, wie man mit solch einer Strategie sogar auch neue  Leser gewinnen kann.</p></div>
<div></div>
<div>
<p>Beste Grüsse von der Alster</p></div>
<div></div>
<div>
<p>Dipl. Volksw. Steffen Krug</p></div>
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		<title>Die Rückkehr der Finanzkrise</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 11:21:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 04.08.2010 startete die Financial Times Deutschland eine mehrteilige Reihe zur Rückkehr der Finanzkrise. In Teil 1 analysiert Wolfgang Münchau sehr trefflich die aktuelle Situation an den Immobilienmärkten. Die von Ihm angeführten tieferen Ursachen der aktuellen Finanz- und Verschuldungskrise hingegen riefen meinen Widerspruch hervor. Ein Österreichischer Einspruch:

Sehr geehrter Herr Münchau,

vielen Dank für Ihre brilliante Analyse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 04.08.2010 startete die Financial Times Deutschland eine mehrteilige Reihe zur Rückkehr der Finanzkrise. In <a href="http://www.ftd.de/finanzen/immobilien/:kolumne-muenchau-der-naechste-immobilienknall/50152499.html">Teil 1</a> analysiert Wolfgang Münchau sehr trefflich die aktuelle Situation an den Immobilienmärkten. Die von Ihm angeführten tieferen Ursachen der aktuellen Finanz- und Verschuldungskrise hingegen riefen meinen Widerspruch hervor. Ein Österreichischer Einspruch:</p>
<div>
<p>Sehr geehrter Herr Münchau,</p></div>
<div>
<p>vielen Dank für Ihre brilliante Analyse der  aktuellen Finanz- und Verschuldungskrise in der FTD Kolumne vom 04.08.2010. Ihr  Wissen um elementare ökonomische Zusammenhänge hebt Sie wohltuend von einigen  Ihrer FTD Kollegen ab. Meine persönliche Einschätzung der Immobilienmärkte deckt  sich voll und ganz mit Ihrer Analyse. Daher war ich umso erstaunter, als Sie am  Ende der Kolumne als tiefere Ursache der aktuellen Finanz- und  Verschuldungskrise schlecht regulierte Finanzmärkte sowie globale  Ungleichgewichte mit globalen Finanzströmen ausmachten.</p></div>
<div>
<p>Meiner Ansicht nach liegen die Ursachen der Finanz-  und Verschuldungskrise tiefer als lediglich &#8220;schlechte Regulierung&#8221;. Ganz im  Gegenteil: Erst das über staatliche Regulierung entstandene weltweite  immaterielle Zwangsgeld hat die von Ihnen zu Recht erwähnten globalen  Ungleichgewichte verursacht. Niemals in der gesamten Menschheitsgeschichte ist  solches Geld spontan verwendet wurden, sondern es ist in allen bekannten  historischen Fällen seinen Benutzern von der Obrigkeit aufgezwängt wurden. Ich  bin seit 12 Jahren in der Finanzdienstleistungsbranche in der Beratung von  Privatkunden tätig und kann Ihnen aus Erfahrung sagen, daß keiner meiner Kunden  sich freiwillig für ungedecktes Papier-, Buch- und Kreditgeld mit lediglich  2 Prozent Deckung entscheiden würde, wenn er eine Geldalternative hätte, die zu  100 Prozent mit realen Vermögensgegenständen gedeckt wäre. Daher wiederhole ich  es noch einmal: Erst die staatliche Regulierung sorgt dafür, dass meine Kunden  gezwungen werden, aus dem Nichts geschöpftes Scheingeld zu  akzeptieren.</p></div>
<div>
<p>Die aktuelle Finanz- und Verschuldungskrise ist  nichts anderes als die Folge dieses staatlich regulierten Geldsystems, welche  durch die Österreichische Geld- und Konjunkturtheorie exzellent erklärt wird  (der Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler gibt in seiner im Anhang beigefügten  persönlichen Erklärung zur Ablehnung des Euro Stabilisierungsgesetzes eine  geniale Zusammenfassung der Österreichischen Geld- und Konjunkturtheorie; eine  weitergehende Literaturliste finden Sie auf meiner Website unter <a href="../wissen">http://www.ifaam-institut.de/wissen</a>).  Bereits im Jahr 1912 (also noch zu Zeiten des Goldstandards, der dafür sorgte,  dass es ohne jede Regulierung ein globales Gleichgewicht an den Finanz- und  Warenmärkten gab) schrieb der wohl bedeutendste Vertreter der Österreichischen  Schule der Ökonomie, Ludwig von Mises, in seinem bahnbrechenden Buch &#8220;Theorie  des Geldes und der Umlaufsmittel&#8221;: &#8220;It would be a mistake to assume that the  modern organization of exchange is bound to continue to exist. It carries within  itself the germ of its own destruction; the development of the fiduciary medium  (also Geld, das nicht durch Ersparnisse gedeckt ist) must necessary lead to its  breakdown.&#8221; Ein staatliches Zwangsgeld durch &#8220;bessere Regulierung&#8221; zu retten,  ist somit a-priori zum Scheitern verurteilt und führt am Ende zwangsläufig dazu,  dass die gesamte Wirtschaft planwirtschaftlich gesteuert werden muss. Zudem  waren es gerade die anfänglich unregulierten Finanzmarktinnovationen der letzten  Jahre, die den unabwendbaren Zusammenbruch noch einmal aufgeschoben hatten. Seit  dem finalen Zusammenbruch vor 3 Jahren wird von politischer Seite lediglich noch  versucht, den bereits erfolgten globalen Währungskollaps zu vertuschen  (schließlich hat Frau Merkel die Spareinlagen für sicher erklärt). Es ist daher  nur noch eine Frage der Zeit, bis auch den Kapitalmärkten (also einer kritischen  Anzahl von Sparern) bewußt wird, daß der Kaiser bereits seit 3 Jahren ohne  Kleider dasteht.</div>
<div>
<p>Ich freue mich auf die weiteren Folgen Ihrer  Kolumne.</p></div>
<div>
<p>Steffen Krug</p></div>
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		<title>Eintrag ins Geschichtsbuch per Zeitungsinserat: Das Finanzsystem ist nicht zu retten</title>
		<link>http://www.ifaam-institut.de/2010/06/508</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 13:05:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gastbeitrag von Kristof Berking, übernommen mit freundlicher Genehmigung vom ef-Magazin
Seit dem Westfälischen Frieden 1648, als die Schweizerische Eidgenossenschaft aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation ausschied und sich immerwährende Neutralität schwor, ist es gewiss nicht all zu oft vorgekommen, dass ein Schweizer Bürger einem deutschen Reichstags- beziehungsweise Bundestagsabgeordneten unter Einsatz beträchtlicher finanzieller Mittel Gehör verschafft. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Gastbeitrag von Kristof Berking</em></strong><em>, übernommen mit freundlicher Genehmigung vom <a href="http://www.ef-magazin.de/2010/06/05/2206-eintrag-ins-geschichtsbuch-per-zeitungsinserat-das-finanzsystem-ist-nicht-zu-retten" target="_blank">ef-Magazin</a></em></p>
<p>Seit dem Westfälischen Frieden 1648, als die Schweizerische Eidgenossenschaft aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation ausschied und sich immerwährende Neutralität schwor, ist es gewiss nicht all zu oft vorgekommen, dass ein Schweizer Bürger einem deutschen Reichstags- beziehungsweise Bundestagsabgeordneten unter Einsatz beträchtlicher finanzieller Mittel Gehör verschafft. Vielleicht ist es auch ein wenig der innerschweizerischen Diskussion um einen EU-Beitritt geschuldet, wenn der Leser der „Neuen Zürcher Zeitung“ am 5. Juni 2010 im ersten Bund auf Seite 17 eine halbseitige Anzeige vorfand unter der plakativen Überschrift: „Das Finanzsystem muss nicht gerettet werden“, Komma.</p>
<p>Nanu, denkt der neugierig gewordene Leser, und erfährt in der nächsten Zeile: „das Finanzsystem ist das Problem!“ Der Versuch, die herrschende Papiergeldordnung um jeden Preis zu retten, sei fatal und nicht alternativlos. Es folgt der volle Wortlaut der persönlichen Erklärung, mit der der Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler am 21. Mai seine Ablehnung des 750-Milliarden-Rettungspaketes für überschuldete Euro-Staaten im Bundestag begründete. Auftraggeber der Anzeige ist ein Schweizer Kaufmann aus Bern, Johannes Müller.</p>
<p>Die Erklärung des MdB Schäffler, die bei ef-online und auf zahlreichen anderen Blogs bereits dokumentiert wurde, enthält eine glasklare Analyse der tieferen Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Kenner der Geld- und Konjunkturtheorie der Österreichischen Schule der Ökonomie (Mises, Hayek &amp; Co.) finden in diesem, dem Deutschen Bundestag zu Protokoll gegebenen Text alle wichtigen Kritikpunkte genannt, vom Teilreserveprivileg der Geschäftsbanken bis hin zur Störung des Preissystems durch die Zinspolitik der Zentralbanken. Die Wurzel der Krise ist, wie es Johannes Müller in seinem Begleittext zu Schäfflers Erklärung auf den Punkt bringt, „unser planwirtschaftliches Geldsystem“. Wir haben es also, will die Anzeige sagen, mit einer Geldsystemkrise zu tun, und nicht etwa mit einem Versagen des Finanzmarktes, dessen man durch eine stärkere Reglementierung Herr werden könnte. Letztere Deutung beherrscht indes immer noch die öffentliche Diskussion.</p>
<p>Als unlängst in einer Talk-Runde bei Anne Will im Ersten Deutschen Fernsehen Claus Vogt, Autor des Buches „Die Inflationsfalle“ und Kolumnist von eigentümlich frei, erläutern wollte, wie die Geldpolitik, das heißt die künstlich niedrigen Zinsen der Zentralbank, zu Fehlinvestitionen führen, die nach einem solchermaßen entfachten Scheinboom zwangsläufig liquidiert werden müssen und so stets unvermeidlich in eine Rezession münden, beendete die Star-Moderatorin seine Ausführungen mit dem Satz, das sei ihr „zu kompliziert“. Einem einzigen Bundestagsabgeordneten – immerhin einem – ist dieser einfache Zusammenhang nicht zu schwierig, und er hat den Mut, seinem eigenen Gewissen zu folgen und sich gegen den kurzsichtigen Bail-Out der Banken und des Papiergeldsystems zu stellen, um den es sich letztlich bei dem Hilfspaket für die PIIGS-Staaten handelt. Diesem Mut möchte Johannes Müller mit seiner Anzeige Respekt zollen, denn es ist immer bequemer, mit der Masse zu irren, als alleine Recht zu haben. Müller möchte die Erklärung Schäfflers auch fürs „Geschichtsbuch“ festgehalten wissen, was wohl so viel heißen soll wie: Es entschuldige sich in ein paar Jahren keiner damit, dass doch alle geglaubt hätten, die Rettung des Papiergeldsystems sei „alternativlos“ gewesen. Dass der Versuch der Rettung mit noch mehr aus dem Nichts geschöpften Kreditgeld scheitern muss, ja, dass er die Fallhöhe sogar noch erhöht, kann man jetzt schon, 2010, wissen.</p>
<p>Aber was ist denn eigentlich die Alternative zur Rettung des herrschenden Finanzsystems? Das deutet der kurze Text Schäfflers nur an, doch weiß der Abgeordnete wohl darauf zu antworten, wenn man ihn nur einmal danach fragen würde. Falls die Anzeige dazu führt, dass man Schäffler einmal mehr ein Mikrofon hinhält oder gar zu den Talkrunden über die Finanzkrise einlädt, hat sie ihren Zweck erfüllt. Dann versteht vielleicht auch Anne Will, warum die monetäre Planwirtschaft, in der wir spätestens seit Aufgabe der letzten rudimentären Golddeckung des Dollars 1971 leben, ein äußerst fragwürdiges Experiment ist, über das man eine Diskussion zulassen sollte.</p>
<p>Die Geldsystemfrage wird in den nächsten Jahren so oder so auf die Tagesordnung kommen, denn die kolossale Überschuldung, die das System der Kreditgeldschöpfung ermöglicht hat, macht am Ende einen Schnitt unausweichlich. Dann werden sich die Verantwortlichen von heute Frank Schäfflers weitsichtige Erklärung vom 21. Mai oder ihre Publizierung in der „NZZ“ vom 5. Juni 2010 beschämt vorhalten lassen müssen. Auch das Platzen der Immobilienblase 2007/2008 hatten Vertreter der Österreichischen Schule der Ökonomie lange vorausgesagt. So hatte der amerikanische Kongreßabgeordnete Dr. Ron Paul am 10. September 2003 vor dem Finanzausschuss des Kongresses – mit demselben Wortlaut sogar bereits ein Jahr zuvor vor dem Repräsentantenhaus – mit präziser und, wie heute alle wissen, richtiger Begründung auseinandergesetzt, warum die Niedrigzinspolitik der FED und die Häuser-für-jedermann-Politik der Regierung zu einem Desaster führen müsse.</p>
<p>Nach seinen atemberaubenden Erfolgen im Präsidentschaftswahlkampf 2007/2008 wurde Ron Paul, wie er gerne erzählt, auf den Gängen und Fluren des Kapitols immer wieder von anderen Abgeordneten, die ihn vorher ignorierten, in kollegialem Ton vertraulich angesprochen, ob er eine neue PR-Strategie anwende und welche Agentur er beschäftige. Tatsächlich beschäftigte Ron Paul gar keine Agenturen oder Spindoktoren, und den über seinen Erfolg rätselnden Berufspolitikern antwortete er immer, was auch Frank Schäffler in Deutschland seinen Kollegen sagen kann, wenn sie wissen wollen, wie er es denn bloß schaffe, dass wildfremde Leute seine Erklärungen in Weblogs und sogar bezahlten Zeitungsanzeigen verbreiten: „Es reicht, die Wahrheit zu sagen.“</p>
<p><strong>Internetquellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.ifaam-institut.de/wp-content/uploads/2010/06/Anzeige_in_NZZ_5.6.2010.pdf" target="_blank">Anzeige in der Neuen Zürcher Zeitung vom 5. Juni 2010</a></p>
<p><a href="http://www.frank-schaeffler.de/aktuell/1281" target="_blank">Frank Schäfflers persönliche Erklärung im Original</a></p>
<p><a href="http://ef-magazin.de/2009/03/27/1066-wirtschaftlicher-schutz-gold-als-schluessel-zur-freiheit" target="_blank">Johannes Müller: &#8220;Gold als Schlüssel zur Freiheit&#8221;</a></p>
<p><a href="http://www.ef-magazin.de/autor/claus-vogt/" target="_blank"> Claus Vogts Kolumnen in &#8220;eigentümlich frei&#8221;</a></p>
<p><a href="http://www.house.gov/paul/congrec/congrec2003/cr091003.htm" target="_blank">Dr. Ron Pauls Warnung vor der Immobilienblase vorm Finanzausschuss des US-Kongresses im September 2003</a></p>
<p><a href="http://www.smartinvestor.de/ronpaul/" target="_blank">Internetführer zur „Ron Paul Revolution“</a></p>
<p><a href="http://www.ef-magazin.de/autor/frank-schaeffler/" target="_blank">Frank Schäfflers Beiträge bei &#8220;eigentümlich frei&#8221;</a></p>
<p><a href="http://lichtschlag-buchverlag.de/programm/polleit-prollius/geldreform" target="_blank">Thorsten Polleit und Michael von Prollius: &#8220;Geldreform – Vom schlechten Staatsgeld zum guten Marktgeld&#8221;</a></p>
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		<title>Vermögensanlage im Zeichen der Österreichischen Schule der Nationalökonomie</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 14:41:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gastblog von Ralph Bärligea
Am 29. und 30. Mai traf sich in Hamburg sozusagen die deutsche Elite der Austrian Economics in Sachen Vermögensanlage, um über Analysen, Prognosen und Strategien für Investoren in der Krise in Dialog zu treten. Etwa 150 Teilnehmer verfolgten gespannt die Vorträge von Größen wie Prof. Thorsten Polleit, Claus Vogt, Chefanalyst der quirin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gastblog von Ralph Bärligea</p>
<p>Am 29. und 30. Mai traf sich in Hamburg sozusagen die deutsche Elite der Austrian Economics in Sachen Vermögensanlage, um über Analysen, Prognosen und Strategien für Investoren in der Krise in Dialog zu treten. Etwa 150 Teilnehmer verfolgten gespannt die Vorträge von Größen wie Prof. Thorsten Polleit, Claus Vogt, Chefanalyst der quirin bank AG oder Ralf Flierl, dem Chefredakteur des Smart Investor.</p>
<p>Das Seminar zeigte deutlich, was vielen Mainstream-Ökonomen und Politikern noch nicht klar ist. Keynes ist eine „Theorie“ für die Rumpelkammer, die keinen Einfluss auf praktische Anlageentscheidungen hat. Während sich „Wissenschaftler“ mit Staatsgeldern für eine Theorie der Enteignung dessen Annahmen gegen die Realität und dessen Konklusionen absurd sind noch immer unbeirrt begeistern lassen, scheinen Bankiers und Vermögensverwalter mehr Verantwortung zu übernehmen.</p>
<p>Schließlich attestiert Keynes dem Menschen einen animalischen Geist, glaubt aber doch an Übermenschen in Zentralbanken und Politbüros, die private Investitionen verdrängen sollen und defizitäre staatliche Programme beschließen können. Die Vermögensverwalter und Bankiers sehen im Gegensatz dazu ihre Kunden und das Individuum als ihren Souverän. Um deren Vermögen zu erhalten, müssen sie sich zwangsläufig an einer Theorie orientieren, die Erfolg verspricht, die „Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel“ von Ludwig von Mises.</p>
<p>Man muss in dieser Analyse aber noch viel weiter gehen und Keynes die Wissenschaftlichkeit an sich absprechen. Die Annahmen des polyamoren Lebemanns wie „Animal Spirits“, „Unterauslastung von Kapazitäten“ und „Geldillusion“ sind völlig unbegründet und falsch, seine „Warenkorbinflation“ als Richtschnur ist reiner Empirismus, also induktives Schließen, das man in der Philosophie als Schwachsinn, oder auch Kult bezeichnet.</p>
<p>Der gewonnene Eindruck zeigte: Wer mit Keynes in Vorstandsetagen, oder Anlageausschüssen argumentiert, wird da wohl eher ausgelacht. Mises dagegen erlebt eine wahre Renaissance. Kristof Berking, einer der Organisatoren der Veranstaltung, erklärte einleitend sehr gut, wie Carl Menger und Ludwig von Mises aufbauend auf dem kritisch rationalistischen Denken der antiken Philosophie und klassischen Logik die Wirtschaftswissenschaften von einem rein deskriptiven Anspruch und den Irrungen des Historizismus zu theoretischem Gehalt führten, der die Kriterien einer selbständigen Wissenschaft erst erfüllte.</p>
<p>Darüber dass wir auf schwere Zeiten zusteuern, dass der Euro ein bald zusammenbrechendes Schneeballsystem ist und dass politische Prognosen neben ökonomischen leider derzeit die größere Rolle spielen, waren sich alle Experten einig! Investitionsmäßig ist einfach wenig zu holen, wenn durch Inflation und die damit verbundene Besteuerung von Scheingewinnen jeder Anleger einer permanenten Substanzenteignung ausgesetzt ist. Die durch die Billiggeldpolitik erzeugte Fehlallokation von Kapital hat Wirtschafsstrukturen geschaffen, die nicht mehr tragfähig sind. Darum, so Claus Vogt, werden Werte wie Aktien und Immobilien in der Krise eher real an Wert verlieren, während Geldforderungen natürlich völlig wertlos werden.</p>
<p>7,6 % Geldmengenwachstum und damit Inflation haben wir pro Jahr im Schnitt. Wer das nach 25% Abgeltungssteuer erwirtschaften will, braucht 10% sicher, allein um sein Vermögen zu erhalten. Wer schafft das schon? Wer nach der Krise noch über ein relevantes, offizielles Vermögen verfügt, wird wohl dem Zorn derjenigen ausgesetzt sein, die heute noch naiv genug sind, dem Euro und weiteren Staatsversprechen zu glauben. Darum war das Fazit aller Redner physisches Gold, also einfach Kasse halten in echtem Geld. Leider hat man andere Anlageformen und so das Investieren im Sinne individueller Nachfragepräferenzen zum Wohl der breiten Bevölkerung politisch unmöglich gemacht.</p>
<p>Wer aber raubt hier wen aus und wer hat die Krise verursacht? Das waren die Politiker mit ihren Lobbygesetzgebungen und Zentralbanken. Die Schuld an ihrer Totalpleite weisen sie dann natürlich allen anderen zu, den Spekulanten, oder den unproduktiven Hartz IV Empfängern. Wenn die Bevölkerung dies nicht erkennt, sind totalitäre Strukturen wie im Kommunismus, oder Nationalsozialismus jetzt auch auf europäischer Ebene wahrscheinlich.</p>
<p>Die heutige Krise muss nicht mehr studiert werden; das hat Mises bereits 1924 erledigt und vor 1929 gewarnt. In der heutigen Krise muss gehandelt werden. Umso nachdenklicher machte da die Aussage von Martin Siegel, Geschäftsführer von Westgold Edelmetallhandel: „Jeder Investor muss sich auch für eine freiheitlich demokratische Grundordnung einsetzen, denn ohne Freiheit hat jedes Vermögen keinen Sinn mehr.“</p>
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		<title>Die Störung des Preissystems hat die Krise verursacht</title>
		<link>http://www.ifaam-institut.de/2010/05/477</link>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 20:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ifaam-institut.de/?p=477</guid>
		<description><![CDATA[Gastblog von Dr. Michael von Prollius  www.forum-ordnungspolitik.de
Preise sagen uns, was wir zu tun haben – und häufig ist das etwas anderes,  als wir beabsichtigt haben. So lautet Friedrich August von Hayeks Erkenntnis  über das Herzstück der Marktwirtschaft. In seinem auch als Gegenentwurf zum  Keynesianismus wegweisenden Vortrag „Der Strom der Güter und Leistungen“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gastblog von Dr. Michael von Prollius  <a href="http://www.forum-ordnungspolitik.de">www.forum-ordnungspolitik.de</a></p>
<p>Preise sagen uns, was wir zu tun haben – und häufig ist das etwas anderes,  als wir beabsichtigt haben. So lautet Friedrich August von Hayeks Erkenntnis  über das Herzstück der Marktwirtschaft. In seinem auch als Gegenentwurf zum  Keynesianismus wegweisenden Vortrag <a href="http://books.google.com/books?id=SkIu9eHrDHUC&amp;dq=hayek+strom+der+g%C3%BCter+und+leistungen&amp;printsec=frontcover&amp;source=bl&amp;ots=Zv5Fa0zwqN&amp;sig=XUtmVry9Y4cOYhozWLjscr0b3EA&amp;hl=de&amp;ei=djTOSqqqOI_wmwOupPH-Ag&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=1#v=onepage&amp;q=&amp;f=false" target="_blank">„Der Strom der Güter und Leistungen“</a> brachte Hayek zum  Ausdruck, dass die Analyse der Preise bei der Lenkung der Produktion in den  Mittelpunkt der ökonomischen Theorie gehöre: „Hierfür ist die Behauptung von  entscheidender Bedeutung, daß die Koordination der wirtschaftlichen Tätigkeiten,  der wir unsere Fähigkeit zur Erhaltung der gegenwärtigen Weltbevölkerung  verdanken, unserem Vertrauen auf die Führung durch Preise zuzuschreiben ist, die  auf wettbewerblichen Märkten bestimmt werden und die die unentbehrlichen Signale  erzeugen, die uns sagen, was wir zu tun haben.“</p>
<p><span id="more-1774"> </span></p>
<p>Diese weitreichende Feststellung sollte bei der Analyse der sogenannten  „Finanzkrise“ stärker im Vordergrund stehen, das gilt besonders für den  deutschsprachigen Raum. Traditionell gehört das Preissystem zum Kanon der  Determinanten, die die „Österreichische Schule der Volkswirtschaftslehre“ von  anderen Schulen unterscheidet. Ludwig von Mises hatte als Kopf der dritten  Generation vielleicht die bedeutsamste einzelne ökonomische Entdeckung des 20.  Jahrhunderts gemacht: Die Unmöglichkeit des Sozialismus, rational zu kalkulieren  – mangels marktwirtschaftlicher Preise. Hayek fügte dem die Vermittlung von  Wissen über Preise hinzu. Tatsächlich bildet das Preissystem, besser die Störung  des Preissystems, einen Schlüssel zur Erklärung der vergangenen  Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre („Great Depression“) wie der aktuellen (<a href="http://fee.org/audio/166/" target="_blank">„Great Recession“</a>). Aus  österreichischer Sicht gilt: Die Folgen dieser Störungen halten an, die  Störungen werden durch Interventionen noch verschärft und die damit verbundenen  Kosten  unterschätzt.</p>
<p>Im Einzelnen: Zunächst lässt sich die „Finanzkrise“ als <a href="http://www.forum-ordnungspolitik.de/zur-inflationskrise" target="_blank">„Inflationskrise“</a> charakterisieren. Ohne das  Zentralbankmonopol und das damit verbundene Mindestreservesystem für die  Geschäftsbanken hätte es keine derartige Ausdehnung der Geldproduktion, also  eine Mehrung der Geldmenge, geben können. Das gilt für die Zeit vor und nach dem  Sichtbarwerden der Kalamitäten im August 2007. Die (Niedrig-)Zinspolitik der  Zentralbanken ist dabei ein wesentlicher Bestandteil des größeren Problems: Die  Geldproduktion im staatlichen Währungsmonopol ist weder dem Wettbewerbsmarkt als  Entdeckungsverfahren der „richtigen“ Geldmenge unterworfen noch existiert eine  Einhundertprozentdeckung. Zu den Folgen gehören ein Aufblähen der <a href="http://www.hayek.de/images/pdf/ueberwindung%20der%20krise%20durch%20gutes%20geld.pdf" target="_blank">Geldmenge</a> (Verdopplung in den USA und im Euroraum von 1999 bis  2009) und infolgedessen massive Geldentwertung (in den USA und im Euroraum mehr  als 80 Prozent Kaufkraftverlust seit Anfang der 1960er Jahre gemessen anhand der  Konsumentenpreise). Ein behördlich festgesetzter Zinssatz hat aus  österreichischer Sicht zudem weitreichende Folgen für die Koordination der  wirtschaftlichen Aktivitäten: Der Zins kann als Preis für die intertemporale  Ressourcenkoordination verstanden werden. Wird dieser Preis durch andere als  marktwirtschaftliche Aktivitäten gebildet, führt das zu einer Störung des  Preisgefüges. Die Marktteilnehmer werden durch das falsche Signal irregeführt.  Ihnen wird suggeriert, dass ausreichend Kapital für Investitionen vorhanden ist,  tatsächlich sind die Investitionen aber nicht durch Sparen gedeckt, sondern  Ergebnis einer Aufblähung der Geldmenge durch Kreditschöpfung – noch dazu bei  gleichbleibendem Konsumverhalten. Letztlich gibt es keine Alternative als die  eigentlich unrentablen Projekte durch fortgesetztes Inflationieren aufrecht zu  erhalten oder sie durch eine Verringerung der Geldmenge zu liquidieren.</p>
<p>Führt die Geldpolitik der Zentralbanken zu einer Ausdehnung der Geldmenge,  verfügen nicht schlagartig alle Marktteilnehmer gleichzeitig und gleichmäßig  über mehr Geld (Helikopter-Effekt). Vielmehr gibt es zunächst Gewinner, darunter  insbesondere die Finanzinstitute, die bereits über frisches Geld verfügen,  während die Preise noch nicht durch den monetären Schub verändert wurden. Hinzu  kommen Verlierer, die zusätzliches Geld erst nach dem Anstieg der Preise  erhalten (Cantillon-Effekt). Das gleichsam top-down einsickernde Geld verändert  das Preisgefüge, weil frisches Geld nun für diejenigen Projekte verfügbar ist,  die bisher mangels Geld (und Ressourcen) nicht realisiert werden konnten. Der  monetäre Stimulus verändert die Investitions- und Konsumfähigkeit sowie die  Wünsche und Bedürfnisse der Marktteilnehmer im Verhältnis zur ursprünglich  knapperen Geldmenge, was in veränderten Preisen zum Ausdruck kommt. Denn Preise  werden durch den existierenden Bestand an Gütern und (!) Geld sowie die  Wertmaßstäbe der Anbieter und Nachfrager gebildet.</p>
<p>Joseph T. Salerno hat in <a href="http://mises.org/journals/qjae/pdf/qjae9_4_5.pdf" target="_blank">„The  Quarterly Journal of Austrian Economics“</a> 9 (2006) darauf hingewiesen, dass  der aggregierte Strom des ausgegebenen Geldes durch den Wert des Geldes bestimmt  wird und nicht anders herum: „’spending,’ is completely governed by the money  price that has been antecedently established by the exchanging parties. … In  other words, the aggregate flow of money spending is determined by the value of  money and not the other way around“. Das ist der Hintergrund die von Thorsten  Polleit in diesem Blog mehrfach treffend geschilderten Vermögenspreisinflation.  Die durch Aufblähen der Geldmenge herbeigeführte Geldentwertung ermöglicht es,  unter anderem im Immobiliensektor die Produktion (über das eigentliche  Marktniveau hinaus) auszudehnen, bei (durch die Geldentwertung künstlich)  gesteigerten Bedürfnisse für Immobilien und infolgedessen steigenden Preisen.  Der Strom des Geldes in den Immobiliensektor wird durch die Geldentwertung  ermöglicht. Dort wird der Boom durch die Unternehmer angefacht, die stets durch  Ausnützen der Preisunterschiede Gewinne erzielen, „sie kaufen, wo und wann sie  die Preise für zu niedrig halten, und verkaufen, wo und wann sie die Preise für  hoch ansehen. Die Spekulation der Unternehmer ist die Triebkraft der  Marktbewegungen, wie sie die Triebkraft der Produktion ist.“ konstatiert <a href="http://mises.org/books/nationaloekonomie.pdf" target="_blank">Mises</a> in  Nationalökonomie. Allerdings wurden sie dazu kräftig durch staatliche  Aktivitäten stimuliert, teilweise regelrecht gezwungen.</p>
<p>Warum ausgerechnet der US-Immobiliensektor? Ein maßgeblicher Grund ist die  verfehlte Sozialpolitik in Verbindung mit einer ebenso verfehlten Regulierung  diverser US-Regierungen. Insofern handelt es sich bei der sogenannten  „Finanzkrise“ über die Inflationskrise hinaus um eine Regulierungskrise. Thomas  Sowell hat in <a href="http://www.amazon.com/Housing-Boom-Bust-Thomas-Sowell/dp/0465018807" target="_blank">„The Housing Boom and Bust“</a> den kaum zu überschauenden  Regulierungswust dargelegt, darunter Maßnahmen zur Förderung des Wohneigentums  im Sinne einer „Häuser für jedermann“-Politik, umfassende Eingriffe in die  Verfügungsrechte über Eigentum und in die Finanzierungspraktiken. Sowell kommt  zu dem Ergebnis, dass die Regierung Immobilienpreise (mit) in die Höhe getrieben  hat und die laxen Kreditstandards nicht einem Mangel an Regulierung und Aufsicht  durch die Regierung geschuldet, sondern gerade Ergebnis der Regulierung und  Aufsicht sind. Zu einem ähnlichen Ergebnis mit dem Schwerpunkt auf verfehlten  Regulierungen des Kapitalmarktes kommt auch Arnold Kling, dessen Studie über die  unbeabsichtigten Folgen der jahrzehntelangen interventionistischen  Wirtschaftspolitik den bezeichnenden Titel trägt <a href="http://www.mercatus.org/PublicationDetails.aspx?id=28118" target="_blank">„Not what they had in mind: A History of Policies that Produced  the Financial Crisis of 2008“</a>.</p>
<p>Selbst John B. Taylor (Taylor-Regelung zur Steuerung der Zentralbankzinsen)  kommt in seinen umfangreichen empirischen Untersuchungen, die er dem schmalen  Buch <a href="http://www.amazon.com/Getting-Off-Track-Interventions-Institution/dp/0817949712" target="_blank">„Getting off track“</a> zusammengefasst hat, zu dem Ergebnis: „I  have provided empirical evidence that government actions and interventions  caused, prolonged and worsened the financial crisis.“ Taylor führt die exzessive  Geldpolitik und insbesondere zu niedrige Zinssätze an. Hinzu komme eine  verfehlte Liquiditätspolitik, statt das Eigenkapital zu stärken. Schließlich  habe die Wirtschaftspolitik massiv Unsicherheit geschürt.</p>
<p>Kurzum, Inflation und Regulierung haben dem Preissystem massiv zugesetzt und  (falsche) Anreize geschaffen, die entscheidend für das Handeln der Akteure sind.  So lassen sich Preise als Signaltransporteure begreifen, als eine Art Signal,  das in einen Anreiz eingewickelt ist (Tyler Cowen). Sie sind kein absoluter,  sondern ein relativer Wertanzeiger, ein Anzeiger relativer Knappheit, und dieses  Wissen helfen sie zu vermitteln. Preise geben den Wert eines Gutes als Ausdruck  einer Wertschätzung vor dem Hintergrund knapper Ressourcen in Relation zu allen  anderen Gütern an – und alle Preise sind Vergangenheitspreise, sie sind  „wirtschaftsgeschichtliche Tatsachen“ (Mises). Zudem gibt es einen Unterschied  zwischen der Entdeckungsfunktion von Preisen und ihrer  Informationsübermittlungsfunktion.<br />
Preise reichen zur Koordination allerdings  nicht allein aus. Sie müssen bewertet werden. Genau das tun die Unternehmer.  Preise können Fehlinformationen enthalten; vor dem zuvor genannten Hintergrund  beruhen Preise in der Zukunft daher stets auf Vermutungen. In einer  Marktwirtschaft belohnt der Gewinn- und Verlustmechanismus die erfolgreichen  Spekulanten.</p>
<p>Sobald der Staat allerdings in den freien Preismechanismus eingreift oder ihn  gar zerstört, zerstört er mit Wilhelm Röpke das einzige Instrument, die  Konsumentenwünsche in ihrer unübersehbaren Vielfalt zu ermitteln und als Impulse  an die Produktion weiterzuleiten. Sowohl die Entdeckungs- als auch die  Informationsübermittlungsfunktion wird mit unbeabsichtigten und zumeist  kontraproduktiven Folgen gestört. Preise schaffen Ordnung, die die Bedürfnisse  der Menschen sichtbar macht. Für Österreicher gilt, dass Märkte sich stets in  einem Zustand des Werdens befinden und niemals in einem Gleichgewicht – ein  Strom steht nie still.</p>
<p>Eine freie Marktwirtschaft koordiniert Pläne durch die kommunikativen  Eigenschaften von Preisen sowie Gewinn und Verlust. Peter Boettke schreibt im  Blog <a href="http://austrianeconomists.typepad.com/" target="_blank">„The  Austrian Economists“</a>, er fasse den Punkt für seine Studenten wie folgt  zusammen: „Property, Prices, and Profit/loss (3 P’s) give us the I’s of  incentives, information, innovation. Without the 3 P’s we get distortions to  (often downright perversions of) the 3 I’s that drive wealth creation and  economic progress.“ Deshalb ist es so wichtig, dass Preise frei sein müssen, um  die Wahrheit erzählen zu können, wie es Henry Hazlitt mit den Worten „Prices  must be free to tell the truth“ popularisiert hat. Aber die Regierungen  respektive die Zentralbanken haben mit ihrem Interventionismus genau das  Gegenteil getan und die Preise manipuliert.</p>
<p>Mario Rizzo fasst in „seinem“ Blog <a href="http://thinkmarkets.wordpress.com/" target="_blank">„Think Markets“</a> die  Essenz der österreichischen Theorie zur Krisenerklärung zusammen, die er in der  heutigen Forschungslandschaft sogar als „Middle Ground“ bezeichnet:  Investitionen, relativ weit weg von der Konsumstufe, und Konsumausgaben wurden  zulasten der bestehenden Kapitalstruktur und ihrer Aufrechterhaltung stimuliert  (traditionelle Sichtweise). Außerdem haben niedrige Zinssätze eine größere  Risikoneigung der Marktakteure stimuliert (neue Sichtweise, insbesondere Tyler  Cowen). Niedrige Zinssätze haben haben demnach die Risikopräferenzen verändert,  nicht irrationale „animal spirits“.</p>
<p>Die Geldentwertung ist – wie die Regulierung auch – mit beträchtlichen Kosten  verbunden. Im ökonomischen „Mainstream“ wird Inflation als Anstieg des  Preisniveaus (miss)verstanden. Die Folgen der Inflation konzentrieren sich in  dieser Sicht auf die Geldentwertung, die Umverteilung von Wohlstand weg von den  Gläubigern hin zu den Kreditnehmern und eine Ressourcenvergeudung bei Anpassung  an häufiger wechselnde Preise (sogenannte Menükarten-Kosten). Österreicher gehen  einen Schritt weiter und beziehen die durch Geldentwertung veränderten relativen  Preise mit ein. Durch veränderte, falsche Preissignale kommt es zu  Fehlallokationen von Ressourcen. Nun wird deutlich, dass Inflation (als  Aufblähung der Geldmenge) gravierende Schäden anrichtet, weil Preise von den  ihnen zugrunde liegenden Einflussfaktoren getrennt werden, darunter Geschmack,  Technologien und Ressourcen. Inflation beeinträchtigt die ex ante, ex post und  Entdeckungsfunktion der Preise, die damit weniger verlässliche Indikatoren für  Handlungen werden. Inflation stört die monetäre Kalkulation und damit die  unternehmerischen Aktivitäten als wesentliches Element der Marktwirtschaft.  Steven Horwitz urteilt in seinem Aufsatz <a href="http://www.gmu.edu/rae/archives/VOL16_1_2003/5_Horwitz.pdf" target="_blank">„The Cost of Inflation Revisited“</a>, der in <a href="http://www.gmu.edu/rae/" target="_blank">„The Review of Austrian  Economics“</a> (2003) erschienen ist und dem wesentliche vorangehende und  nachfolgende Argumente entnommen sind: „The major costs of inflation are  reflected in the ways in which inflation diverts resources away from the direct  satisfaction of human wants toward activities that do not directly satisfy wants  and would not take place in monetary equilibrium.“ Inflationsbedingt findet ein  anderer Gütereinsatz von End- und Vorprodukten statt, Unternehmer werden zu nur  durch Inflation rentablen Aktivitäten verleitet. Angesichts der Spezifität von  Kapital- und Produktionsstruktur kann ein Wechsel von Kapital (und Arbeit) nicht  einfach über Nacht erfolgen. Kapital ist nicht einfach „K“. Hinzu kommen auch  noch Schutzmaßnahmen gegen Inflation wie teilweise erhebliche Kosten für Berater  und die Sicherung von Vermögen. Schließlich erhöht Inflation den Anreiz, statt  des harten marktwirtschaftlichen Wegs den billigeren politischen Weg zur  Erreichung persönlicher Ziele zu wählen. Die seit Jahrzehnten beobachtbare  Interventionsschraube ist auch die Folge permanenter Geldentwertung, zumal  Inflation und Staatsdefizit in einem dynamischen Verhältnis stehen.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund erscheint es mutig, von den Zentralbanken und  zusätzlicher Regulierung eine tragfähige Überwindung der „Krise“ und ein  besseres Finanzsystem zu erwarten. Mit den Worten von <a href="http://www.econlib.org/library/Columns/y2009/Jasayfreeforall.html">Anthony  de Jasay</a>: „It is no use saying that what we need is better regulation. We  should always take something better than whatever we have, but it is infantile  to think that we always can and that saying so will make it so.“ Vielmehr  erfordert eine nachhaltige Überwindung der aktuellen „Großen Rezession“ eine  Rückkehr zu freien Preisen. Nur so kann der Strom der Güter und Leistungen mit  seiner ganzen Leistungskraft freigesetzt werden. Anschließend können wir „zu den  langwierigeren und heikleren Bemühungen zurückkehren .., die Rahmenbedingungen  zu verbessern, innerhalb derer der Markt dann wirksamer und nutzbringender  funktionieren kann.“ <a href="http://books.google.com/books?id=SkIu9eHrDHUC&amp;dq=hayek+strom+der+g%C3%BCter+und+leistungen&amp;printsec=frontcover&amp;source=bl&amp;ots=Zv5Fa0AwpQ&amp;sig=LfV2kxpZgzqerPjsDs6tdC9R18c&amp;hl=de&amp;ei=WDjOSpGvLoqusAbu8ZT2AQ&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=1#v=onepage&amp;q=&amp;f=false" target="_blank">(Friedrich August von Hayek)</a></p>
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		<title>Freiheit durch Gold &#8211; Sklavenaufstand im Weltreich der Papiergeldkönige</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 22:25:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gastblog von Johannes Müller
Gold als Schlüssel zur Freiheit
Munition gegen den Angriff der Kleptokraten
Mein erster Kontakt mit Gold liegt rund zweieinhalb Jahrzehnte zurück: Damals konnte ich mir die persönliche wie auch gesellschaftliche Dimension dieses Sonnenmetalles nicht einmal ansatzweise vorstellen. Auf der emotionalen Suche nach Dauerhaftigkeit, Sicherheit und Seelenfrieden führte mich einmal mehr meine Intuition in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gastblog von Johannes Müller</strong></p>
<p>Gold als Schlüssel zur Freiheit</p>
<p>Munition gegen den Angriff der Kleptokraten</p>
<p>Mein erster Kontakt mit Gold liegt rund zweieinhalb Jahrzehnte zurück: Damals konnte ich mir die persönliche wie auch gesellschaftliche Dimension dieses Sonnenmetalles nicht einmal ansatzweise vorstellen. Auf der emotionalen Suche nach Dauerhaftigkeit, Sicherheit und Seelenfrieden führte mich einmal mehr meine Intuition in die richtige Richtung: Nach 25 Jahren des Forschens und Nachdenkens komme ich zum Ergebnis: Gold ist ein wichtiger Schlüssel sowohl zur inneren als auch zur materiellen Freiheit.</p>
<p>Zerstörer am Werk</p>
<p>Die gefährlichsten Gegner einer freien und friedvollen Gemeinschaft sind Menschen, heute in Gestalt von Politikern oder Bürokraten, nationaler, überregionaler und besonders transnationaler Organisationen, welche der Verlockung nicht widerstehen können, ungedeckte Papierwährungen zur Finanzierung von Macht, Krieg, Weltverbesserertum, wohlgemeinten Utopien oder Versprechen zwecks Volksbeglückung, zum Beispiel sozialer Natur, einzusetzen. Denn nur mit einer ungedeckten Papierwährung können die riesigen Verluste ihrer allesamt unbezahlbaren und damit unwirtschaftlichen Handlungen via Kaufkraft-Diebstahl auf die oft ahnungslose, ökonomisch wenig gebildete, aber vertrauensgewährende Mehrheit der Gesellschaft nahezu unbemerkt verteilt werden. So sind die Weltkriege bezahlt worden, so der braune, so der rote, so der schwarze Terror! Doch leider ist die Versuchung mit dem Untergang der historischen Totalitarismen nicht aus der Welt gekommen.</p>
<p>Diese hinterhältige Finanzierungsform hat sich in der Geschichte traurigerweise auch seither immer wieder – für die Täter – bewährt, verstehen doch nicht alle Mitmenschen jeden wirtschaft-lichen Zusammenhang. Kein Wunder, denn die -hässlichen Folgen der Inflation werden den Betrogenen nicht sofort, sondern zeitlich stark verzögert und scheinbar ohne kausalen Zusammenhang präsentiert.</p>
<p>Moralisches Versagen:</p>
<p>Respekt vor der Geschichte verloren</p>
<p>Menschen, welche sich ausschliesslich auf ihre persönlichen Erfahrungen stützen, neigen dazu, diese einseitig gewonnenen Erfahrungen zum Massstab ihres Urteils und zum Prinzip allen Handelns zu erheben. Aus Sicht des Einzelnen mögen solche Prinzipien hie und da erfolgreich sein. Müssen jedoch langfristige Entscheidungen zugunsten einer Gesellschaftsordnung getroffen werden, welche auch die nachfolgenden Generationen im Denkmuster mit einbeziehen, stellt sich eine völlig andere Ausgangslage: Es muss um jeden Preis verhindert werden, dass persönliche und dementsprechend kurzfristige Interessen vor die Interessen unserer Nachkommen gesetzt werden. Dabei helfen moralische und ethische Grundsätze, welche auf den Lebenserfahrungen unserer Vorväter fussen. Eine dieser wichtigen Lebenserfahrungen heisst Respekt vor der Geschichte und den grossen zivilisatorischen Errungenschaften unserer Ahnen.</p>
<p>Sonderinteressen:</p>
<p>Der Anfang vom Ende</p>
<p>In einer arbeitsteiligen Gesellschaft wie wir sie in den heutigen Wirtschaftsformen kennen, sind alle Sonderinteressen letztlich dann antisozial, wenn durch die Wirkung der Gesetze Vorteile einzelner Gemeinschaftsmitglieder auf Kosten der anderen erzielt werden. Eine auf langfristiges Gedeihen ausgerichtete Gesellschaft wird daher alles daran setzen, Sonderinteressen keinen beherrschenden Einfluss auf die Gestaltung des Staates einzuräumen, denn sie sind am Ende fast immer fatal: die daraus entstandenen Ungerechtigkeiten führen über kurz oder lang zu sozialen Spannungen, Unruhen, Revolution, Krieg und somit zu Tode, Leid und Verfall natürlicher Ordnungen, oft sogar zu einer Auflösung der Gesellschaft.</p>
<p align="left">Wirtschaftliche Eigenverantwortung als Wohlstands-Maschine</p>
<p>Aus welcher ideologischen Überzeugung heraus Sie auch urteilen mögen: Es kann, darf oder muss festgestellt werden, dass erst die wirtschaftliche Eigenverantwortung oder, wenn wir eine weniger exakte, aber verbreitete Terminologie wählen, der Kapitalismus in seiner (nahezu) reinen Form Wohlstand und Fortschritt über die grosse Masse der Menschheit gebracht hat. Die Produktivität lässt sich nun einmal durch die Aussicht auf Verbesserung der persönlichen Lebenssituation optimieren und in unerreichter Weise steigern. Gerade diese Kombination aus Eigeninteressen, bei gleichzeitiger Zufriedenstellung anderer Gemeinschaftsmitglieder, macht den echten Kapitalismus zu dem was er ist und immer sein sollte: Eine auf Frieden angewiesene und auf Gerechtigkeit gründende Wohlstandsmaschine! Alle braunen, roten oder schwarzen sozialistischen Experimente gründen auf Sonderinteressen einer gewöhnlich zahlenmässig sehr kleinen politischen Kaste, welche sich die Macht auf Kosten der breiten Masse der Bevölkerung sichert. Den Preis dafür kennen wir: Millionen von zerstörten Lebensträumen und nicht weniger Menschenleben. Doch glücklicherweise wirken diese Machtgruppierungen nicht in einem Vakuum. Der grösste Gegner aller politischen Interessengruppen ist nämlich stets präsent und immer derselbe: Der freie Markt.</p>
<p>Um die ungerechterweise gehaltenen Pfründe erst installieren und später verteidigen zu können, muss die Konkurrenz ausgeschaltet werden. Als Paradebeispiel für diesen Aspekt des Machttriebes gilt der freie Markt der Meinungen: Freie Länder zeichnen sich durch die Möglichkeit einer freien Meinungsäusserung aus. Faschistisch, sozialistisch oder – ganz allgemein – kollektivistisch unterdrückte Länder hingegen lassen sich durch das Beschneiden der freien Meinungsäusserung erst glasklar als das erkennen und definieren, was sie wirklich sind: Diktaturen.</p>
<p>Weniger glasklar erkennbar sind hingegen für die meisten Mitbürger die in einer Vielzahl existierende Einschränkung des freien Marktes oder gar dessen kompletter Ausschaltung – von den kata-strophalen Folgen dieser Machenschaften ganz zu schweigen.</p>
<p>Im Kapitalismus (freie Marktwirtschaft) wird der Wert aller Güter durch Millionen verschiedener Präferenzen der Marktteilnehmer ermittelt. Der Preis eines Gutes ist immer neuen Einflüssen ausgesetzt und somit ständigen Änderungen unterworfen. Dabei gründen sich alle Vertragsabschlüsse (Preisbestimmungen) auf Freiwilligkeit. Gleichzeitig waltet der Markt über Gerechtigkeit. Der wahre König in Gestalt des Konsumenten wird lautlos, jedoch äusserst effizient dafür sorgen, dass der jeweils günstigste, beste oder fairste Anbieter überlebt, wirtschaftlich wächst und gedeiht. Finanziell ungesunde Marktteilnehmer werden von den Gesunden verdrängt. Heute sind wir Zeitzeugen, wie durch staatliche Eingriffe die gesunden Betriebe von kreditabhängigen und wirtschaftlich erfolglosen Betrieben verdrängt werden – mit verheerenden gesellschaftlichen Konsequenzen! Darwinismus wird auf den Kopf gestellt: Leistung und Anpassung werden bestraft, Versagen und Ignoranz werden belohnt – «The survival of the unfittest».</p>
<p>Jegliche Beschränkungen oder gar Verbote von Märkten wirken immer wettbewerbsverzerrend oder eben – gerechtigkeitsverzerrend. Dass es besser wäre, wenn die Menschen in Zukunft mehr dem freien Markt als einem «staatlichen Gerechtigkeitsempfinden» vertrauen würden, kann einfach erklärt werden: Eine von Machtmenschen per Gesetz definierte Gerechtigkeit gründet immer auf Ungerechtigkeit!</p>
<p>So kann nicht energisch genug auf die Tatsache hingewiesen werden, dass unser heutiges Geldsystem nicht von Freunden der Freien Marktwirtschaft geschmiedet wurde, sondern von Sonderinteressen-Vertretern! Das heutige Geld ist ein unter Androhung von Staatsgewalt erzwungenermassen akzeptiertes gesetzliches Zahlungsmittel, und wie wir wissen, wurden die heute gültigen Gesetze nicht vom lieben Gott in Kraft gesetzt. Diese Tatsache ist unglaublich wichtig, wenn Sie die wahren Zerstörer unserer Gesellschaft und ihrer natürlichen Ordnung erkennen möchten.</p>
<p>Notenbanken als Totengräber der Gesellschaft</p>
<p>Täglich liest, hört und sieht man Presseberichte vom gescheiterten Kapitalismus, ja sogar vom vielgeschmähten Turbokapitalismus ist die Rede. Mit «echtem» Geld wäre jedoch dieser sogenannte Turbokapitalismus gar nicht möglich! Alle Notenbanken, welche sich Währungshüter nennen, manipulieren den Geldmarkt durch Drehen der Zinsschraube und durch Erhöhen der Geld- und Kreditmenge. Die heute sichtbaren Resultate solcher Manipulationen geben nun Kritikern recht, welche die Zentralbanken bereits lange als planwirtschaftlich agierende Inflationsmaschinen im Dienste selbstsüchtiger und antisozialer Interessenvertreter erkannt -haben. Verfechter dieses Systems, notabene der allergrösste Teil der heutigen Ökonomen, können oder wollen sich nicht an das Manifest der Kommunistischen Partei aus dem Jahre 1847 erinnern, erkannten doch schon damals die Herren Karl Marx (1818 – 1883) und Friedrich Engels (1820 – 1895), dass die Macht einzig über die Geldkontrolle abgesichert werden kann: «Für die fortgeschrittensten Länder werden jedoch die folgenden Massregeln ziemlich allgemein in Anwendung kommen können: Zentralisation des Kredits in den Händen des Staats durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ausschliesslichem Monopol».</p>
<p>Ebenfalls von Sonderinteressenvertretern wurde das unsäglich ungerechte Giralgeldschöpfungssystem (Fractional Reserve Banking) per Gesetz eingeführt, welches den Banken erlaubt, aus frischer Luft Kreditgeld zu erschaffen und erst noch dafür Zinsen einstreichen zu dürfen!</p>
<p>Diese wichtigsten Punkte bei der Beurteilung der heutigen Finanzkrise werden vom Modestrom der Mehrheit bislang kaum zur Kenntnis genommen. So bleibt es den meisten Menschen verborgen, dass es sich bei den heutigen Problemen nicht wirklich um eine Finanz-, sondern um eine hausgemachte Systemkrise handelt. Alle interessierten Mitmenschen, welche die wahren Gründe der Wirtschaftszusammenbrüche und der Geldentwertungen seit den Gründungen der Notenbanken hinterfragen, seien auf die Wiener Schule der Nationalökonomie verwiesen. Ihre Hauptvertreter, wie Ludwig von Mises sowie der Nobelpreisträger Friedrich A. von Hayek, haben die vergangenen und heutigen Krisen, basierend auf ihren wissenschaftlichen Forschungen, korrekt vorausgesagt, nicht als Propheten, sondern als brillante Sozialökonomen. Die Wiener Schule der Nationalökonomie findet zwar immer mehr überzeugte Anhänger, die mit einem Bildungsmonopol agierenden Staaten verweigern sich jedoch dieser Lehre, da den diversen Ebenen der Bürokraten und Machtpolitiker anderenfalls massenhaft Pfründe verloren gingen.</p>
<p>Nochmals: Weder unser heutiges, schuldengedecktes Geld, noch die Notenbanken sind ein Produkt des freien Marktes, sondern stellen nur Gewaltmonopole einer selbstsüchtigen und machtbesessenen Elite dar, welche die Privilegien der Geldschöpfung aufs Schändlichste missbrauchen. In einer freien Welt entscheiden Milliarden von Menschen auf Basis der Freiwilligkeit, was Geld und damit Freiheit oder Unfreiheit ist, und nicht eine Handvoll nicht gewählter Funktionäre, welche ihre Stellung nicht durch eine Leistung, resp. durch Befriedigung anderer Gesellschaftsmitglieder verdienten, sondern mit simplen Gesetzeseinführungen erschlichen. Die Finanzpresse unterstützt das Papiergeldsystem nahezu vorbehaltlos. Sie argumentiert gegen Gold, ja verteufelt das Metall. Kein Wunder, denn Freiheit für die Bürger bleibt für die Mächtigen eine für sie brandgefährliche Aussicht.</p>
<p>So ist Gold als einzig ehrliches Geld der Schlüssel zur Freiheit: Die parasitären, antisozialen Papiergeldkönige kennen ihren grössten Feind, den freien Markt, genau. Noch stärker jedoch fürchten sie ihren Todfeind, das Gold. Mit der Manipulation des Geldes sowie der Edelmetalle zeigen diese selbsternannten Könige ihr wahres Gesicht. Gegen den menschlichen Drang nach Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit hatten jedoch alle Herrscher auf Dauer keine Chance, denn der Markt ist immer stärker. So wird auch dieses traurige Kapitel der Weltgeschichte enden, wann immer es enden muss: Nämlich dann, wenn den Notenbanken die Goldvorräte zur Neige gehen. Dann, erst dann werden die Menschen feststellen, dass der Kaiser wirklich und wahrhaftig keine Kleider hat und das unsäglich ungerechte Geld-System einer anderen, hoffentlich gerechteren Ordnung weichen muss.</p>
<p>Herzlichen Dank</p>
<p>Mit der spontanen Zusage zu diesem Buchprojekt hat mir Professor Dr. Hans J. Bocker eine grosse Freude bereitet. Dafür sei ihm an dieser Stelle ganz herzlich gedankt.</p>
<p>Auf dass sich möglichst viele Mitmenschen immer wieder daran erinnern mögen, dass der Friede allein durch Gerechtigkeit und ein faires Wirtschafts- und Finanzsystem geschmiedet und erhalten werden kann.</p>
<p align="right">Johannes Müller</p>
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		<title>Geschichte der Österreichischen Schule der Nationalökonomie &#8211; Ein kurzer historischer Abriss zur Einstimmung</title>
		<link>http://www.ifaam-institut.de/2009/10/281</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 18:18:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gastblog von Eugen Schulak und Herbert Unterköfler
Die Österreichische Schule der Nationalökonomie (auch als Wiener Schule der Nationalökonomie
bezeichnet) beruht mit den Worten ihres Begründers Carl Menger (1840-1921) auf der grundlegenden
Einsicht, „dass die Erscheinungen der Volkswirthschaft nicht das Ergebnis von Gesetzen seien, deren
Wirksamkeit sich unabhängig von dem Willen und Strebungen der Menschen geltend machen, dass
vielmehr die complicirten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gastblog von Eugen Schulak und Herbert Unterköfler</strong></p>
<p>Die Österreichische Schule der Nationalökonomie (auch als Wiener Schule der Nationalökonomie<br />
bezeichnet) beruht mit den Worten ihres Begründers Carl Menger (1840-1921) auf der grundlegenden<br />
Einsicht, „dass die Erscheinungen der Volkswirthschaft nicht das Ergebnis von Gesetzen seien, deren<br />
Wirksamkeit sich unabhängig von dem Willen und Strebungen der Menschen geltend machen, dass<br />
vielmehr die complicirten Erscheinungen der menschlichen Wirtschaft, welche gemeiniglich als<br />
volkswirthschaftliche bezeichnet werden, Gesammtergebnisse, Resultirende, der zahllosen Einzelbestrebungen handelnder (wirthschaftender) Menschen und ihrer organisirten Verbände sind“. Folglich<br />
gebe es auch „keine wirthschaftliche Erscheinung, welche in letzter Linie nicht ihren Ausgangspunkt<br />
und ihr Maß in dem wirthschaftenden Menschen und seinen ökonomischen Erwägungen fände“. Darin,<br />
so Menger, „gründet die große Bedeutung der Wertlehre für die Nationalökonomie, denn der Wert,<br />
den Güter für den einzelnen Menschen haben, ist der Ausgangspunkt aller Untersuchung, das Fundament<br />
allen theoretischen Verständnisses der Wirthschaftserscheinungen“.<br />
Diese einleitenden Sätze zu einem Artikel in der Wiener Zeitung vom 7. März 1889 enthalten die bündigste<br />
Zusammenfassung des Forschungsprogramms der Österreichischen Schule, die wir aus der Feder<br />
von Carl Menger kennen. In seinem 18 Jahre zuvor im Wiener Braumüller Verlag veröffentlichten<br />
Erstlingswerk Grundsätze der Volkswirthschaftslehre hatte er diese Grundannahmen mit zahlreichen,<br />
oft weit ausholenden Begriffsklärungen zur damaligen Güter-, Wert- und Preislehre derart fein versponnen,<br />
dass die ersten Rezensenten das Buch gar nicht als bahnbrechend wahrnahmen. In seinem<br />
zweiten Werk, den Untersuchungen über die Methode der Socialwissenschaften und der Politischen<br />
Ökonomie insbesondere (1883), formulierte er seine Sichtweise bereits konturierter und verband sie<br />
mit einer herben Kritik an der vorherrschenden Volkswirtschaftslehre in Deutschland. Menger war<br />
inzwischen Professor für Politische Ökonomie an der juridischen Fakultät der Universität Wien geworden,<br />
der damals weltweit größten Ausbildungsstätte für Juristen, und bewirkte mit seinen Untersuchungen,<br />
dass die seit Jahren schwelende Auseinandersetzung über Grundlagen, Ziele und Grenzen<br />
der Volkswirtschaftslehre offen ausbrach und im Methodenstreit kulminierte.<br />
Ein Großteil der deutschen Volkswirtschaftslehrer – überwiegend Hegelianer, zumeist staatsgläubig<br />
und vielfach deutsch-hegemonial denkend – begegnete Menger und seiner Methodenlehre teils mit<br />
ehrlichem Unverständnis, teils mit unverhohlener Feindseligkeit. Ihre Profession verstanden sie in<br />
erster Linie als eine politik- und praxisnahe Kunstlehre. Einer ihrer führendenden Exponenten verglich<br />
die Volkswirtschaftslehre mit dem Chor in der antiken Tragödie, der das politisch-wirtschaftliche Geschehen<br />
zwar laufend kommentiere, selbst aber nicht handelnd in Erscheinung trete. Carl Menger hielt<br />
ihnen vor, mit Meinungen bloß politischen Nützlichkeiten zu dienen, anstatt ernsthafte Wissenschaft<br />
zu betreiben.<br />
Die heftigen Kontroversen im Zuge des Methodenstreites wirkten auf die Herausbildung der Österreichischen Schule wie ein Ferment. Menger, ein begnadeter Lehrer, hatte in den 1880er Jahren begonnen, begabte junge Wissenschafter als Mitstreiter zu gewinnen; bis zu seiner Pensionierung im Jahre<br />
1903 wurden es insgesamt 14 Habilitierte. Hervorragend waren vor allem Eugen von Böhm-Bawerk,<br />
mit seiner Dogmengeschichte der Zinstheorien, seiner Agiotheorie des Zinses und brillanten Darstellungen<br />
zur subjektivistischen Wertlehre; Friedrich von Wieser, mit einer Weiterentwicklung der Wertlehre<br />
und mehreren geglückten Begriffsbildungen („Grenznutzen“, „Zurechnungslehre“; „Opportunitätskosten“);<br />
Emil Sax mit einer Grundlegung der theoretischen Staatswissenschaft; Robert Zuckerkandl<br />
mit einer Theorie des Preises; Viktor Mataja mit einer Monografie zum Unternehmergewinn;<br />
Robert Meyer mit Arbeiten zur Steuertheorie oder Eugen von Philippovich mit seinem oftmals aufgelegten<br />
Lehrbuch. Die Mitglieder der Gruppe publizierten zudem laufend Beiträge zur Methodologie<br />
und setzten sich eingehend mit der Arbeitswerttheorie von Karl Marx auseinander, deren wissenschaftliche<br />
Unhaltbarkeit sie nachwiesen.<br />
Dass Mengers Schüler und Mitstreiter in ihren wissenschaftlichen Arbeiten eine erstaunliche Heterogenität<br />
aufwiesen, ging in den scharfen Grenzziehungen des Methodenstreites unter. Jedenfalls wurden<br />
alle Vertreter der Österreichische Schule auf Jahre hinaus konsequent bei Berufungen an die insgesamt<br />
21 deutschen Universitäten übergangen. Das Wirkungsfeld der Österreichischen Schule blieb vorerst<br />
auf die sieben deutschsprachigen Universitäten der Donaumonarchie beschränkt. Nur langsam gelang<br />
es diesen Boykott durch einen umso aktiveren Austausch mit dem übrigen europäischen und amerikanischen Ausland zu egalisieren und zusätzlich mit der Gründung der Zeitschrift für Volkswirtschaft,<br />
Socialpolitik und Verwaltung eine publizistische Plattform mit internationaler Reichweite zu schaffen.<br />
Der Methodenstreit zerstörte für den wissenschaftlichen Nachwuchs aus Österreich jegliche Chancen<br />
auf eine Universitätskarriere in Deutschland. Ein Großteil der Habilitierten, alles brillante Juristen,<br />
wechselte infolgedessen in den öffentlichen Dienst oder in staatsnahe Institutionen wie Banken oder<br />
Kammern. Paradoxerweise ging so mit der Internationalisierung der Schule eine „Verbeamtung“ ihrer<br />
Vertreter einher. Bis zum Zerfall der Habsburgermonarchie besetzten die Habilitierten der älteren Österreichischen Schule nicht nur wichtige Lehrstühle, sondern sie stellten aus ihren Reihen nach und<br />
nach auch Spitzenbeamte oder Minister (Böhm-Bawerk, Mataja, Meyer, Wieser, Schüller, Reisch),<br />
Kabinettschefs (Gustav Seidler, Rudolf Sighart), Bankdirektoren (Landesberger, Sighart, Reisch) und<br />
Abgeordnete sowie einen Reichsratspräsidenten (Emil Sax, Gustav Gross). Diese Symbiose mit (halb-)staatlichen Institutionen war folgenschwer: Mit dem Untergang der Monarchie ging auch die institutionelle<br />
Verankerung der Österreichischen Schule verloren und das Netzwerk zerfiel. Schlimmer noch<br />
wog freilich, dass sich, bis auf den völlig zurückgezogen lebenden Carl Menger und den jungen Lud-<br />
wig Mises (1881-1973), die Mitglieder der Schule durch die Mitarbeit im Generalkommissariat für<br />
Kriegs- und Übergangswirtschaft, dem österreichischen Experiment einer Zentralplanwirtschaft im<br />
Ersten Weltkrieg, intellektuell desavouiert hatten.<br />
Die Voraussetzungen für den Fortbestand der Schule waren nach dem Ersten Weltkrieg somit denkbar<br />
ungünstig. Die volkswirtschaftlichen Lehrstühle waren in der Ersten Republik von Anfang an entlang<br />
politischer Lagergrenzen besetzt worden und die Repräsentanz der Österreichischen Schule an den<br />
Universitäten auf eine einzige Professur in Wien geschrumpft, die sich noch dazu als ungeeignet erweisen<br />
sollte, wirksame Impulse für eine weitere Entwicklung zu geben. Zugleich war die Zeitschrift<br />
für Volkswirtschaft, Socialpolitik und Verwaltung eingestellt worden und konnte erst Jahre später wieder<br />
erscheinen. Dass der Österreichische Schule dennoch ein Neuanfang gelang, ist auf mehrere private<br />
Zirkeln und Initiativen außerhalb des Universitätsbetriebes zurückzuführen. Ludwig Mises, ein ausgewiesener Geldtheoretiker und im Zivilberuf in der Handelskammer Wien tätig, versammelte ab 1920<br />
in 14-tägigen Treffen brillante junge Köpfe in seinem Mises-Privatseminar, in dem über Jahre hinweg<br />
neben ökonomischen Fragen auch Themen der Sozialphilosophie, Soziologie, Logik und Erkenntnistheorie<br />
systematisch diskutiert wurden. Ein regelmäßiger Teilnehmer war der junge Friedrich A. Hayek<br />
(1899-1992), der selbst ein Diskussionsforum, den so genannten Geist-Kreis ins Leben gerufen<br />
hatte, der vornehmlich den Dialog mit anderen Wissenschaftszweigen förderte. Weitere Zirkel mit<br />
wirtschaftswissenschaftlichen Zielsetzungen entstanden in der Nationalökonomischen Gesellschaft<br />
und später im neugegründeten Österreichischen Institut für Konjunkturforschung sowie in den Mathematischen Kolloquien von Karl Menger, dem Mathematiker und Sohn von Carl Menger, wobei alle<br />
diese Zirkel untereinander freundschaftliche Verbindungen sowie manche personelle Überlappungen<br />
aufwiesen.<br />
Was für die ältere Österreichische Schule die subjektivistische Wertlehre war – nach Eugen von<br />
Böhm-Bawerk eine Art „Zauberschlüssel, [...] zur Klärung verwickeltster Erscheinungen und schwierigster<br />
Probleme des Wirtschaftslebens“ – das war für die jüngere Österreichische Schule die so genannte<br />
Kalkulationsdebatte sowie die Geld- und Konjunkturtheorie. Mitten in der aufgeheizten revolutionären<br />
Stimmung der unmittelbaren Nachkriegszeit wurde von Vertretern der Schule die Funktionsfähigkeit<br />
einer zentralen Planwirtschaft grundsätzlich in Frage gestellt. Mit Blick auf die (zentral gesteuerte)<br />
Kriegswirtschaft vertiefte dann Ludwig Mises die Analyse und wies eindrücklich nach, dass<br />
Preise stets die Basis für Kalkulationen der Wirtschaftsakteure sind. „Ohne freien Marktverkehr“, so<br />
Mises, „gibt es keine Preisbildung, ohne Preisbildung keine Wirtschaftsrechung“. Daran anknüpfend<br />
hob Hayek den Informationsgehalt frei gebildeter Preise hervor, ohne den es zwangsläufig zu Fehlallokationen aller Art komme.<br />
Das andere große Forschungsfeld ging auf Die Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel (1912) von<br />
Ludwig Mises zurück, der darin die Grundeinsichten der Österreichischen Schule auf die Geldtheorie<br />
und Geldwirtschaft angewandt hatte. In einer zweiten Auflage (1924) reichte Mises noch eine umfassenden<br />
Konjunkturtheorie mit weitreichenden Schlussfolgerungen nach: Die Auf- und Abschwünge<br />
im Konjunkturverlauf seien nicht „naturgegeben“ und somit unvermeidbar, sondern vielmehr das Ergebnis<br />
von Manipulationen seitens der Zentralbanken, die mit der Festsetzung von Leitzinsen die<br />
Geldmengen erhöhen oder drosseln und solcherart die Investitionsströme, Konsumausgaben oder<br />
Sparquoten mehr oder weniger stark beeinflussen. Immer wieder betonten die Vertreter der Österreichischen Schule , dass dieser Wirkungszusammenhang zwar evident, aber deshalb noch lange nicht steuerbar ist: Zum einen sind verlässliche Daten als mögliche Orientierungspunkte praktisch nicht<br />
verfügbar, zum anderen ist das Verhalten der das Wirtschaftsgeschehen bestimmenden Akteure prinzipiell<br />
nicht vorhersagbar.<br />
An der Entwicklung der Österreichischen Konjunkturtheorie beteiligten sich seit Mitte der 1920er<br />
Jahre eine Reihe von jungen Ökonomen, die sich an der Universität Wien, oftmals nach Überwindung<br />
politisch motivierter Hindernisse, habilitierten und sich später einen hervorragenden internationalen<br />
Namen machen sollten: Friedrich A. Hayek, Oskar Morgenstern und Gottfried Haberler. Zwei weiteren<br />
Mitglieder dieser Gruppe, Fritz Machlup und Paul N. Rosenstein-Rodan, die später ebenso internationale<br />
Berühmtheit erlangten, wurden wegen ihrer jüdischen Herkunft zur Habilitation nicht zugelassen.<br />
Überhaupt befand sich die wiedererstarkte Österreichische Schule gegen Ende der 1920er Jahre in<br />
einer recht zwiespältigen Situation: Sie erfuhr aus dem Ausland wohl wachsende wissenschaftliche<br />
Anerkennung, wurde jedoch im eigenen Land von den großen politischen Lagern zunehmend ablehnend<br />
bis feindselig behandelt. Die Schule hatte eine wohlbegründete Skepsis gegenüber dem unbegrenzten<br />
Glauben an den Staatsinterventionismus entwickelt und war damit allen Etatisten ein Dorn<br />
im Auge. Die kollektivistischen Parteien stießen sich am (wissenschaftlichen) Individualismus der<br />
Schule und die „Kalkulationsdebatte“ hatte die Sozialisten als erbitterte Gegner zurückgelassen. Für<br />
die Deutsch-Nationalen boten die jüdischen Mitglieder der Schule willkommene Projektionsflächen<br />
für deren aggressiven Antisemitismus. Was die Österreichische Schule jedoch ganz allgemein von der<br />
politischen Grundstimmung im Lande zu trennen begann, war ihr universelles Menschenbild, das „von<br />
der Einheit und Unveränderlichkeit der logischen Struktur des menschlichen Denkens“ ausging, wie es<br />
Ludwig Mises formulierte. Mit Vorstellungen, nach denen jede „Klasse“, jede „Gesellschaftsschicht“,<br />
jede „Epoche“, jede „Rasse“ oder auch jede Religion grundsätzlich ihre eigene Logik hätten, wussten<br />
die Mitglieder der Schule nichts anzufangen.<br />
Angeekelt vom Verfall der Diskussionskultur und vom zunehmenden Antisemitismus, bedrängt und<br />
gescholten von den großen politischen Lagern und in beruflicher Hinsicht ohne befriedigende Perspektive,<br />
verließen die Mitglieder der jüngeren Österreichischen Schule nach und nach das Land. In der<br />
Folge kam die Weiterentwicklung des Forschungsprogramms zum Stillstand, die wissenschaftliche<br />
Produktion ging spürbar zurück und auch der innere Zusammenhalt begann sich merklich aufzulösen.<br />
Als sich die Volkswirtschaftslehre gegen Ende der 1930er Jahre zunehmend weltweit zu einer Lehre<br />
von der staatlichen Wirtschaftlenkung zu entwickeln schien und Modellannahmen präsentierte, die<br />
nicht mehr vom Individuum, sondern von wagemutig konstruierten Aggregaten ausgingen, hat die<br />
Österreichische Schule publizistisch kaum mehr reagiert. Zum einen, weil die ersten (Schein-)Erfolge<br />
der Nachfragesteuerung manche Mitglieder in eine abwartende Rolle drängten, zum anderen aber, weil<br />
die realen Lebensumstände einiger Mitglieder einfach andere Prioritäten nahelegten. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im März 1938 flüchteten – bis auf wenige Ausnahmen – die bis<br />
dahin verbliebenen Vertreter der Schule aus Österreich. Damit hörte sie in ihrem Ursprungsland auf zu<br />
bestehen.<br />
Die zerstreuten Mitglieder der Österreichischen Schule fanden zumeist in den USA eine neue berufliche<br />
Heimat und konnten sich dort als Ökonomen etablieren. Zeitlebens blieben sie der Schule verbunden,<br />
verfolgten aber dann doch Forschungsansätze, die nicht mehr uneingeschränkt dem Forschungsprogramm<br />
der Österreicher zuzurechnen waren. Friedrich Hayek zog daraus einmal den Schluss, dass<br />
die Österreichische Schule nicht untergegangen, sondern in der modernen Volkswirtschaftslehre aufgegangen sei.<br />
Tatsächlich wurde das Forschungsprogramm der Österreichischen Schule vorerst nur von Mises konsequent fortgeführt, nachdem dieser im Jahre 1940 in die Vereinigten Staaten emigrieren musste. Die<br />
Versuche von Hayek, nach dem Zweiten Weltkrieg die Schule in Österreich zu revitalisieren, kamen<br />
über zarte Anfänge nie hinaus. Er selbst verlagerte seinen Schwerpunkt in die Sozial- und Rechtsphilosophie, um nach der Verleihung des Nobelpreises 1974 zu wirtschaftswissenschaftlichen Fragestellungen zurückzukehren. Mises hingegen fand in New York erneut Schüler, unter denen sich besonders Murray N. Rothbard (1926-1995) und Israel M. Kirzner (*1930) bewährten. Als Mises 1973 hochbetagt starb, hatte er zuvor noch den Beginn einer bemerkenswerten Renaissance der Österreichische<br />
Schule in der Gestalt der Modern Austrian Economics erleben können.<br />
Seither hat die Österreichische Schule ihre Positionen und Analysen laufend weiterentwickelt und<br />
geschärft. Lange schien es, als ob viele dieser Ergebnisse in den volkswirtschaftlichen Mainstream<br />
eingeflossen und dort absorbiert worden wären. Bei näherer Betrachtung stellte sich jedoch zumeist<br />
heraus, dass es sich um Artefakte handelt, die aus dem Zusammenhang gelöst so manche Umdeutung<br />
und Verkürzung erfahren haben. So ist das Lieblingsspielzeug der Neoklassik, der „homo oeconomicus“,<br />
von der Österreichischen Schule bereits früh als eine viel zu mechanisch gedachte, blutleere und<br />
lebensfremde Karikatur des wirtschaftenden Menschen abgelehnt worden. Auch die Theorie der<br />
Wahlakte sah man in der Österreichischen Schule verwurzelt und verkannte, dass die Österreicher das<br />
menschliche Handeln bei weitem komplexer dachten, als dass es simpel auf die Alternativen entweder-<br />
oder reduziert werden könnte</p>
<p>Meist gingen die Vertreter des Mainstreams auf derartige und andere Einwände gar nicht näher ein<br />
oder deklassierten die Österreichische Schule überhaupt gleich als „literarische Ökonomie“ oder als<br />
„Ökonomie ohne theoretische Vorschläge“. In der Tat steht das wissenschaftliche Weltbild der Österreicher<br />
der sokratischen Weisheit vom „Wissen über das Nicht-Wissen“ um einiges näher als die „moderne“<br />
Volkswirtschaftslehre, die viel zu lange einer selbstgefälligen Anmaßung von Wissen huldigte.<br />
Dass eine solche Bescheidenheit, ja vielleicht sogar Demut vor der Komplexität der menschlichen<br />
Wirtschaft einen Offenbarungseid nicht zu fürchten braucht, können zwei einschneidende Großereignisse<br />
belegen: Das wirtschaftlich-politische Scheitern des Sozialismus 1989 und die globale Krise der<br />
Geldwirtschaft 2009 trafen jeweils auf einen völlig überraschten wirtschaftswissenschaftlichen<br />
Mainstream, während die Österreichische Schule in beiden Fällen eine Bestätigung ihrer Analysen<br />
erfuhr.</p>
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		<title>Auftaktveranstaltung Hanse Lounge 22.09.09</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 18:57:59 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem Vorbild der von Kristof Berking organisierten Hamburger Hayek Gesprächskreise fand am 22.09.09 die Auftaktveranstaltung der Vortragsreihe Austrian Asset Management  des IfAAM Instituts in der Hanse Lounge in Hamburg statt. Neben wissenschaftlichen Vorträgen zur Österreichischen Geld- und Konjunkturtheorie werden im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe auch praktische Lösungsangebote präsentiert.
Pünktlich um 18 Uhr startete ich mit der Vorstellung des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Vorbild der von Kristof Berking organisierten Hamburger Hayek Gesprächskreise fand am 22.09.09 die Auftaktveranstaltung der Vortragsreihe Austrian Asset Management  des IfAAM Instituts in der Hanse Lounge in Hamburg statt. Neben wissenschaftlichen Vorträgen zur Österreichischen Geld- und Konjunkturtheorie werden im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe auch praktische Lösungsangebote präsentiert.</p>
<p>Pünktlich um 18 Uhr startete ich mit der Vorstellung des IfAAM Intituts und einer kurzen Einführung in die Österreichische Schule der Nationalökonomie. Anschließend lieferte Dipl. Kaufmann Martin Mack von der Hamburger Vermögensverwaltung Mack und Weise (M&amp;W) eine aufschlussreiche und leider auch ernüchternde Analyse der aktuellen globalen geldpolitischen Auswüchse. M&amp;W warnten bereits seit Ende 2006 in Ihren monatlichen Fondsberichten vor den verheerenden Auswirkungen der globalen Politik des &#8220;billigen&#8221; Geldes und prophezeiten vor dem Hintergrund der Österreichischen Konjunkturzuyklustheorie die aktuelle Finanzkrise. Die Performance des M&amp;W Privat im Krisenjahr 2008 mit 9,5% Wertzuwachs ist das verdiente Ergebnis ihres konsequenten value-orientierten und gleichzeitig aktiven Managementansatzes. Wie Martin Mack mit diversen Zahlen und Fakten aufzeigte, wird aktuell versucht der Krise mit derselben Denkweise Herr zu werden, die diese ursprünglich verursacht hat. Der exponentielle Anstieg der USD  Geldmenge in den letzten Jahren und vor allem seit dem Amtsantritt von Barack Obama sorgte dann auch allgemein für trockene Münder, so daß der Run auf die Getränke und Häppchen in der anschließenden Pause fast nicht mehr zu kontrollieren war.</p>
<p>Der zweite Teil der Veranstaltung stand daher ganz im Zeichen von Lösungsmöglichkeiten in Form von privater Vermögenssicherung im Anblick des auf uns zukommenden &#8220;fiat money&#8221; Tsunamis. Michael Gusek zeigte in einem abwechslungsreichen Vortrag, daß gefragte Industriemetalle aktuell eine exzellente Beimischung zum Basisinvestment Gold und Silber darstellen. Die empfohlenen Industriemetalle werden von 80% aller Industrieunternehmen nachgefragt und es ist jetzt schon abzusehen, daß es bereits in den nächsten Jahren zu erheblichen Angebotsengpässen kommen wird.</p>
<p>Den Abschluß machte der Autarkie-Experte Frank Eckhardt. Er berichtete von seinem Farm Projekt in Nova Scotia an der kanadischen Ostküste  und stellte einen erhellenden Standortvergleich zwischen Canada und Deutschland an. Nach diesem Vortrag kommt man meines Erachtens beim Thema geografischer und poltitscher Vermögensdiversifikation an dem Austrian Asset &#8220;Grund und Boden in Kanada&#8221; nicht mehr vorbei. Die abschließende Diashow mit traumhaften kanadischen Naturaufnahmen bei einem leicht gekühlten Glas Weißwein ließen die Auftaktveranstaltung Austrian Asset Management ausklingen.</p>
<p>Beim Verlassen des Tagungsraumes der Hanse Lounge grinste mich dann von einem Gemälde ein überlebensgroßer Bismarck an (siehe auch diverse Bilder in der Fotogalerie in der Rubrik Veranstaltungen). Sicherlich hat er uns ein schweres Erbe in Schaffung der staatlichen Sozialversicherungssysteme hinterlassen und als klassisch Liberaler lehne ich einen Politikstil Bismarckscher Prägung grundsätzlich ab. Im Vergleich zu unserer heutigen Politikerkaste war Bismarck allerdings ein durch und durch marktliberaler Staatsmann. Er unterstützte vorbehaltslos die Gewerbeordnung mit seiner Vertrags- und Unternehmerfreiheit. Daraus entstand eine große Zahl von selbständigen Klein- und Mittelbetrieben, die bis heute das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden. Er stand einer Generation mit 0,9% Analpabetenquote und 1-2% Arbeitslosigkeit vor. Deutschland hatte mit 20 Nobelpreisträgern das höchste Wissenschaftsniveau weltweit und die Weltführerschaft auf allen industriellen High-Tech-Gebieten der damaligen Zeit (Chemie, Optik, Elektrizität und Spezialmaschinenbau). Allein in der Chemie lag der Weltmarktanteil bei 87%. Eine Einkommensteuer exisiterte in Deutschland nicht und &#8221;unsere Währung, die deutsche Mark lief in blanken Goldmünzen um und verbürgte damit Ihre Unwandelbarkeit.&#8221; Wer würde da beim Blick auf die heutigen wirtschaftlichen Zustände in Deutschland nicht ein kleines schelmisches Grinsen aufsetzen?!</p>
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