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Vorträge

Nachfolgend finden Sie die beiden ersten Vorträge unseres Seminars „Vermögensanlage in der Krise“ vom 29. und 30. Mai 2010 von Kristof Berking und Prof. Dr. Thorsten Polleit als Audio-Mitschnitte. (Falls bei Ihnen die Tondateien nach Anklicken der Links nicht abgespielt werden, könnte es daran liegen, dass Ihrem Browser ein Plug-in fehlt; in diesem Fall sollten Sie den Flash-Player installieren.)

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Kristof Berking: Papiergeld ruiniert die Welt – Die monetäre Planwirtschaft als Grundübel des realexistierenden Kapitalismus

Sie können das Tondokument auch in einem gesonderten Fenster öffnen oder als MP3-Datei herunterladen (54 MB).

Der Einführungsvortrag war der etwas atemlose Versuch, in nur 45 Minuten einen Überblick über die Österreichische Schule der Ökonomie zu liefern, in deren Zeichen das Seminar stand, und eine globale Einordnung aller gängigen Erklärungen der Finanz- und Wirtschaftskrise aus marktwirtschaftlicher Sicht den Spezialvorträgen des Seminars voranzustellen.

Die Gründe der Krise, soweit sie diskussionswürdig sind, werden in dem Vortrag kategorisiert in „vier Stufen der Erleuchtung“. Erstens: Wer sich nur auf die vermeintlichen und tatsächlichen Fehler bei der staatlichen Regulierung der Finanzmärkte kapriziert, entlarvt diese beschränkte Sichtweise durch den irreführenden Begriff „Finanzmarktkrise“. Zweitens: Um die wahren Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu verstehen, muss man sich mit der Geldpolitik der Zentralbanken und des Staates beschäftigen. Dies führt drittens schließlich zu der Einsicht, dass es sich tatsächlich sogar um eine Geldsystemkrise handelt. Erst wer diese Stufe der Erkenntnis erreicht und die Webfehler der derzeit herrschenden Geldordnung erkannt hat, kann auch richtig begreifen, warum wir es viertens sogar mit einer Weltfinanzsystemkrise zu tun haben, Stichwort Dollarhegemonie.

Die den Vortrag begleitenden Literatur- und Internetempfehlungen sowie den im Vortrag erwähnten Aufsatz von Allan Greenspan von 1966 finden Sie hier als Download:

Kristof Berking: „Literatur- und Internetempfehlungen zur Geldordnungsfrage und zur Finanz- und Wirtschaftskrise aus marktwirtschaftlicher Sicht“

Allan Greenspan: „Gold und wirtschaftliche Freiheit“

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Thorsten Polleit: Was der Kapitalanleger über Geld- und Konjunkturtheorie wissen sollte

Sie können das Tondokument auch in einem gesonderten Fenster öffnen oder als MP3-Datei herunterladen (71 MB). Die Graphiken und Bilder, die Professor Polleit zu dem Vortrag zeigte (die für das Verständnis des Gesagten aber nicht notwendig sind), können Sie sich hier herunterladen:

Thorsten Polleits Präsentation als PDF-Dokument

Professor Polleit legte mit seinem Vortrag die theoretische Grundlage für das Verständnis, wie die Geldpolitik und das herrschende Geldsystem die Wirtschaft und die Kapitalmärkte beeinflussen. In der Diskussion, die bei Minute 51 beginnt, erklärt er unter anderm auch, warum eine marktwirtschaftliche Reform des Geldwesens im Sinne der Österreichischen Schule der Ökonomie keineswegs die staatliche Einführung eines „Goldstandards“ bedeuten würde.

Prof. Dr. Thorsten Polleit ist Chefvolkswirt bei Barclays Capital in Frankfurt und als Experte für Geldpolitik und Kapitalmarkttheorie seit 2003 Honorarprofessor an der Frankfurt School of Finance & Management. Im Jahr 2000 gründete er die unabhängige EZB-Beobachtergruppe ECB Observer. Er gehört zum Forschungsnetzwerk Research on Money in the Economy – ROME, ist Adjunct Scholar des Ludwig von Mises Institute in Auburn, Alabama, (siehe seine Beiträge dort) und Mitglied der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft. Als herausragender Vertreter der „Austrian Economics“ in Deutschland findet Dr. Polleit seit Beginn der Finanzkrise vielfach und zunehmend Aufmerksamkeit in den Medien. Er ist Autor von über 200 Zeitschriften-, Zeitungs-, Festschrift- und sonstigen wissenschaftlichen und journalistischen Beiträgen. So schreibt er etwa gelegentlich in dem ordnungspolitischen Blog Wirtschaftliche Freiheit. Dr. Polleits neuestes Buch, das er zusammen mit Dr. Michael von Prollius verfasst hat, heißt „Geldreform – Vom schlechten Staatsgeld zum guten Marktgeld“.

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